Braunschweig. Unter dem Hashtag #Imzugpassiert berichten seit einiger Zeit Frauen von sexuellen Übergriffen in der Bahn. Inzwischen wird über eigene Frauenabteile debattiert. Die Mitteldeutsche Regiobahn hat angekündigt, diese speziellen Frauenabteile einzuführen. Für Braunschweig sehe man keinen Bedarf, sagt der Zweckverband Großraum Braunschweig (ZGB).
"Wir haben keine Kenntnisse über gehäufte Übergriffe – speziell auf Frauen – im Großraum Braunschweig. Beschwerden dahingehend sind bei uns nicht eingegangen. Abgesehen von Belästigungen von Fahrgästen (z.B. durch Alkoholkonsum) speziell bei Fußballspielen im Zuge von An- oder Abreisen von bestimmten Fans, sind uns keine Vorfälle von Belästigungen bekannt", so ZGB-Pressesprecherin Gisela Noske. Die Nahverkehrszüge, die im Großraum Braunschweig auf den Strecken unterwegs sind, seien durchweg Großraumwagen. Kleine Abteile, in denen man solche Abteile einrichten könnte, seien nicht vorhanden. "Die Großraumwagen sind übersichtlich und vermitteln schon dadurch ein gutes Sicherheitsgefühl. Die Eisenbahnunternehmen, die im Auftrag des ZGB die Strecken bedienen, haben in allen Zügen Fahrgastbetreuer oder Service-Personal an Bord oder sind videoüberwacht." Das gebe den Fahrgästen zusätzlich ein erhöhtes Sicherheitsgefühl. "Insofern sind spezielle Frauen-Abteile für uns als Aufgabenträger weder möglich noch nach dem gegenwärtigen Kenntnisstand erforderlich", betont Noske.
Keine Frauen-Abteile in Braunschweiger Zügen
von Sina Rühland
| Foto: Sina Rühland
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