Anzeige

Kinokritik: „Lego Movie 2“ – Alte Klischees mit überraschendem Ende

7. Februar 2019
Im neuen Legofilm, der diese Woche im C 1 angelaufen ist, muss Emmet seine Freunde vor der bösen Königin aus dem "Systar-System" retten. Foto: C1 Cinema, Video: Julia Seidel
Braunschweig. Am Donnerstag ist nach fünf Jahren der zweite Teil des Lego Movies angelaufen. In "Lego Movie 2" müssen Emmet und seine Freunde gegen eine völlig neue Bedrohung kämpfen. Die Duplo-Welt hält Einzug in die Lego-Welt. Auch Batman ist wieder mit von der Partie. Ob der Film uns und unsere Kinokritiker überzeugen konnte, lesen Sie hier.

Inhalt

Fünf Jahre, nachdem die Pläne des skrupellosen Lord Business vereitelt werden konnten, müssen sich die Helden von Steinstadt erneut zusammentun, um eine Bedrohung abzuwenden, denn Duplo-Invasoren aus dem Weltall zerstören die heile Lego-Welt. Mittlerweile haben die Invasoren Steinstadt in eine postapokalyptische Brache verwandelt, die heute Apocalypseburg heißt. Emmet führt derweil sein Leben unbeirrt weiter. Im Gegensatz zu allen anderen, die sich für weitere Kämpfe wappnen, sieht er darin keinen Sinn. Doch dann erscheint ein intergalaktischer Eindringling namens General Sweet Mayhem aus dem Systar-System auf der Bildfläche und schließt sich mit den Duplo-Eindringlingen zusammen, um die Legoverse zu übernehmen. Im Kampf gegen die Aliens und für die Harmonie im Lego-Universum geraten Emmet, Lucy, Batman und ihre Freunde in weit entfernte, unerforschte Welten wie die seltsame Galaxie, in der alles ein Musical ist. Unsere Helden müssen ihren ganzen Mut, ihre Kreativität und ihre Fähigkeiten als Meisterbauer einsetzen, um erneut zu beweisen, was wirklich in ihnen steckt.

Trailer

Kritik

Der zweite Lego Movie Film knüpft direkt an die Handlung aus dem ersten Teil an und nimmt die Zuschauer sofort wieder mit ins Boot. Dennoch gibt es nach dem gelungenen Einstieg einen gewaltigen Zeitsprung von mehreren Jahren, der erstmal aus der Geschichte raus reißt. Die postapokalyptische Welt in der sich die Steinstadt nun befindet erinnert an einen Mix aus Wüstenlandschaft mit einigen Steampunkelementen und stellt einen krassen Gegensatz zu der bunten Glitzerwelt der Duplo-Invasoren dar. Überhaupt ist in dem „Systar System“, in das die Helden reisen müssen, um ihre Freunde zu retten, alles anders. Dort herrschen gute Laune, Popmusik und sehr viel Glitzer. Bis zum Ende ist dabei nicht klar, wer Gut und wer Böse ist, weshalb der Film speziell für kleine Kinder zu Verwirrungen führen könnte.

Gearbeitet wird auch in diesem Film wieder mit übertriebenen Klischees, Schenkelklopfern und Anspielungen auf verschiedene andere Filme. Außerdem gehören Lieder, die die Charaktere singen zur Geschichte dazu. Angefangen von dem bekannten Mottolied „Hier ist alles super“ bis hin zu Eigenkreationen, die an die Handlung anknüpfen sollen, ist der ein oder andere Ohrwurm sicher dabei. Dieser Film bietet Abenteuer, Freundschaft und auch den ein oder anderen Lacher, wenn man sich auf den speziellen Humor einlässt. Für Familien und (ältere) Kinder ist der Film dennoch einen Besuch wert. 

Wir vergeben 3,5 von 5 regionalHeute.de-Punkten

Medienpartner
Anzeigen
Anzeigen