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Kleiderkammer des DRK versorgt mehr als 900 Menschen dauerhaft


Das Montags-Team der Kleiderkammer (von links): Barbara Melzer, Björn Försterling, Helga Hann, Annelie Kostella, Joachim Korsch, Karin Rothe und Rosemarie Eisenberg. Es fehlt Linde Hilt, die seit 35 Jahren ehrenamtlich für die Einrichtung tätig ist. Foto: DRK
Das Montags-Team der Kleiderkammer (von links): Barbara Melzer, Björn Försterling, Helga Hann, Annelie Kostella, Joachim Korsch, Karin Rothe und Rosemarie Eisenberg. Es fehlt Linde Hilt, die seit 35 Jahren ehrenamtlich für die Einrichtung tätig ist. Foto: DRK Foto: DRK

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20.02.2016


Wolfenbüttel. Die Kleiderkammer des Wolfenbütteler Ortsvereins des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) hat im vergangenen Jahr 23.100 Kleidungsstücke an Bedürftige herausgegeben. Das geht aus dem Jahresbericht der Einrichtung am Exer hervor, den deren Leiter Joachim Korsch und der Ortsvereinsvorsitzende Björn Försterling zusammengestellt haben. Demnach gab es 2015 insgesamt 936 ständig unterstützte Personen.

„Außerdem haben wir etwa 300 Flüchtlinge nach der Erstaufnahme mit Kleidung versorgt“, berichtet Försterling. Dabei habe es sich um Erstausstattungen gehandelt. Die meisten geflohenen Gäste seien mit Gepäck angereist. Diejenigen, die jedoch alles auf der Flucht verloren hatten, habe die Kleiderkammer von Grund auf ausgestattet. Rund 3.000 Kleidungsstücke teilte die Kleiderkammer an Flüchtlinge aus. Zudem seien einige Sachen in die Partnerstadt Wolfenbüttels in Rumänien, Satu Mare, sowie nach Syrien gegangen. Die ständig unterstützten Personen werden in der DRK-Einrichtung registriert und können dann dort kostenlos einmal pro Monat sich mit gespendeter Oberbekleidung, Babysachen, Unterwäsche, Schuhen und Bettwäsche eindecken. Insgesamt zählte die Kleiderkammer im vergangenen Jahr 3.093 Besucher. Das waren 936 Einzelpersonen – darunter 378 Kinder. Im Jahr zuvor waren es noch 745 Einzelpersonen. „Der Bedarf ist ungebrochen. Die Kundenzahlen steigen“, sagt der ehrenamtliche Einrichtungsleiter Korsch.

Kosten pro Jahr


Größere Gruppen könnten auch Einzeltermine vereinbaren, erklärt Korsch. Das Angebot mache er insbesondere für Helfer, die Flüchtlingsgruppen betreuen. Ansonsten ist die Kleiderkammer am Exer 15 für alle Kunden montags von 15.30 bis 18 Uhr und mittwochs von 9.30 bis 12 Uhr geöffnet. In der Zeit betreuen insgesamt 15 Ehrenamtliche die Bedürftigen. Außerdem sortieren sie die Ware und nehmen Spenden entgegen. Die Kosten für die Einrichtung belaufen sich auf 10.000 Euro pro Jahr. Diese werden
von den Beiträgen der DRK-Mitglieder und Zuschüssen der Stadtverwaltung getragen.

Kuriose Spenden


Außerhalb der Öffnungszeiten können Spender ihre Sachen in den dafür bereitstehenden Container vor dem Eingang legen. „Nicht einwandfreie Kleidung sortieren wir aus“, berichtet Korsch. In 2015 mussten daher 4.975 blaue Säcke entsorgt werden. Manchmal finde er kuriose Sachen unter den Spenden. So seien verschimmelte Mäntel, alte Bein-Prothesen, benutztes Kleintier-Streu bis hin zu Sperrmüll im vergangenen Jahr unter den eher ungewünschten Spenden gewesen.

Sommerkleidung benötigt


Der Großteil der Sachen sei aber einwandfrei. „Die Spendenbereitschaft in Wolfenbüttel ist enorm hoch. Dafür möchte ich mich bedanken“, so Korsch. Es habe sogar immer wieder Zeiträume gegeben, in denen er keine Spenden mehr annehmen konnte, weil die Kisten und Schränke der Kleiderkammer voll waren. „Derzeit haben wir aber wieder Kapazitäten“, so Korsch. Die DRK-Einrichtung benötige beispielsweise bereits Sommerkleidung sowie Handtücher und Bettwäsche.


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