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Kommt nun der Bahnhof in der Weststadt?



Braunschweig

Kommt nun der Bahnhof in der Weststadt?


"Wir Braunschweiger wollen mit hoher Priorität den Bahnhof Braunschweig West an der Donaustraße realisieren", so Ulrich Markurth. Symbolfoto: Archiv
"Wir Braunschweiger wollen mit hoher Priorität den Bahnhof Braunschweig West an der Donaustraße realisieren", so Ulrich Markurth. Symbolfoto: Archiv Foto: Sina Rühland

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Braunschweig. Der Niedersächsische Landtag hat am Mittwoch die Revision des Niedersächsischen Nahverkehrsgesetzes beschlossen. So werden neue Mittel für den Öffentlichen Nahverkehr in der Region frei. In Braunschweig soll künftig der Bahnhof Braunschweig West realisiert werden.



"Das beharrliche Einfordern für eine bessere finanzielle Ausstattung des Zweckverband Großraum Braunschweig hat sich gelohnt. Das ist ein großer Erfolg für unsere Region und wird den öffentlichen Personennahverkehr endlich auf das Niveau vergleichbarer Regionen heben", so die drei Oberbürgermeister Ulrich Markurth, Klaus Mohrs und Frank Klingebiel. In zahlreichen Gesprächen mit dem Land, der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) sowie den Fraktionen im Niedersächsischen Landtag hatten die drei Oberbürgermeister von Braunschweig, Wolfsburg und Salzgitter in den vergangenen Monaten intensiv für eine deutliche Mittelerhöhung geworben.

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Klingebiel, Markurt, Mohrs, Foto: Robert Braumannn



"Neue Qualitätsstufe"


Mit den rund 25 Millionen Euro gelinge es, den öffentlichen Personennahverkehr in der Region auf eine neue Qualitätsstufe zu stellen. Es würden dauerhaft mehr Mittel für den Nahverkehr in die Region fließen. Es könnten damit jährlich deutlich mehr Leistung im Regionalverkehr auf der Schiene und auf der Straße bestellt werden. Neben einem Mehr an Fahrleistung sollen mit diesen Mitteln auch innovative Mobilitätskonzepte und -projekte angeschoben oder unterstützt werden. In den Verwaltungen würden derzeit in Abstimmung mit dem ZGB bereits erste Leistungsanpassungen für Regionalbuslinien beraten. Die Bürgerinnen und Bürger sollten so schnell wie möglich von Fahrplanausweitungen profitieren. Ziel sei es, bereits im Dezember erste Verbesserungen umzusetzen.

Darüber hinaus könne der ZGB künftig die Komplementärfinanzierung für wichtige Infrastrukturprojekte leisten. Damit sollen überfällige Gleissanierungen im regionalen Schienennetz erfolgen und Fahrzeiten verkürzt werden. Auch zusätzliche Haltepunkte beziehungsweise die Sanierung von bestehenden Bahnhöfen und Bushaltestellen können anteilig finanziert werden.

Das wollen die Oberbürgermeister



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Oberbürgermeister Ulrich Markurth. Foto: Sina Rühland



"Wir Braunschweiger wollen mit hoher Priorität den Bahnhof Braunschweig West an der Donaustraße realisieren. Das wird die Reisezeiten für viele Braunschweiger aus der Weststadt und dem westlichen Ringgebiet nach Hannover, Hildesheim und Wolfsburg deutlich verkürzen", sagt Ulrich Markurth, Oberbürgermeister der Stadt Braunschweig.

"Ich erwarte deutliche Angebotsverbesserungen in Salzgitter wie zum Beispiel die schnelle Sanierung der Eisenbahnstrecken von Lebenstedt beziehungsweise Ringelheim nach Braunschweig. Eine kurze Fahrzeit und ein zusätzlicher 30-Minuten-Takt werden hoffentlich viele Menschen zum Umsteigen auf Bus und Bahn bewegen. Ein zeitgemäßer Ausbau der Bahnhöfe und Haltestelle ist ebenfalls unser vorrangiges Ziel", so Frank Klingebiel, Oberbürgermeister der Stadt Salzgitter.

"Ich erwarte, dass Wolfsburg eine bessere Anbindung durch Regionalbusse erhält und dies vom ZGB genauso finanziert wird wie Bahnverbindungen. Ich bin davon überzeugt, dass durch neue digitale Lösungen der ÖPNV noch besser mit anderen Verkehrsmitteln verknüpft werden kann. Hier sehe ich den ZGB in einer wichtigen Rolle als Initiator und Unterstützer neuer Angebotsformate", sagte Klaus Mohrs, Oberbürgermeister der Stadt Wolfsburg.

In der Zusammenschau der Projekte und Maßnahmen werde der Öffentliche Personennahverkehr in den kommenden Jahren deutlich an Attraktivität gewinnen. Die zusätzlichen Mittel sollten vor allem dort investiert werden, wo die meisten Fahrgäste fahren. Das sind die Stadt- Umland-Verkehre und die regionalen Schienenverkehre. Davon werde die gesamte Region profitieren, betonen die drei Oberbürgermeister. Das sei von Beginn an Ziel ihres Vorstoßes gewesen.






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