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Kreistag: SPD entscheidet sich für gelbe Tonne

Dies berichtet die SPD-Fraktion im Kreistag.

Symbolbild.
Symbolbild. Foto: Pixabay

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03.07.2020

Wolfenbüttel. Auf der am kommenden Montag in der Lindenhalle in Wolfenbüttel stattfindenden Sitzung des Kreistages des Landkreises Wolfenbüttel wird sich die SPD-Kreistagsfraktion für die Einführung der Wertstofftonne („gelbe Tonne“) entscheiden. Maßgeblicher Grund für diese Entscheidung ist die Bedeutung und Wichtigkeit des Recyclings für den Ressourcen- und Klimaschutz. Dies berichtet die SPD-Kreistagsfraktion.


Nach deren Auffassung ließe sich dieses Thema nicht einfach nur auf die Frage „gelbe Säcke oder gelbe Tonne“ mit den jeweiligen Vor- und/oder Nachteilen reduzieren. Vielmehr müssten sich die öffentlich-rechtlichen Entsorger und damit auch der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises den Vorgaben des neuen Kreislaufwirtschaftsgesetzes stellen und mit Blick auf die künftigen Entwicklungen die richtigen strategischen Entscheidungen treffen.

Die Werksleitung des Abfallwirtschaftsbetriebes habe nach Inkrafttreten des Verpackungsgesetzes Anfang 2019 Verhandlungen mit einem von der gemeinsamen Stelle der dualen Systeme (Grüner Punkt) bestimmten Ansprechpartner aufgenommen. Die im Kreistag zur Abstimmung vorliegende Abstimmungsvereinbarung sehe die Einführung der einheitlichen Wertstofftonne für Verpackungsabfälle (bisher gelber Sack) und stoffgleiche Nichtverpackungen (bisher Restmülltonne) vor.

Erhöhung der Recyclingquote


Die Recyclingquote ließe sich dadurch erhöhen und der Restmüll werde weniger. Die Einsammlung der Wertstoffe soll im zweiwöchigen Rhythmus im Verhältnis 20 Prozent Abfallwirtschaft im Kernbereich der Stadt Wolfenbüttel und 80 Prozent durch die Duale Systeme im restlichen Landkreisgebiet, erfolgen. Da die Wertstofftonne angeschafft werden müsse und für die Leerung und Abtransport des 20-prozentigen Anteils des Landkreises zusätzliche Kosten durch Fahrzeuge und Personal anfallen würden, sei eine Anpassung der Abfallgebühren um zirka 6 Prozent jährlich je Haushalt unumgänglich. Michael Hausmann, Vorsitzender des Betriebsausschusses der Wirtschaftsbetriebe erläutert, dass dies einer Erhöhung um zirka 4 Euro pro Person und Jahr entspreche.

Aus Sicht der SPD-Kreistagsfraktion sei das vertretbar, da seit nunmehr 15 Jahren Gebührenstabilität im Abfallbereich besteht, wie Ausschussmitglied Bernfried Keye ergänzt.
Lennie Meyn, auch Mitglied des Ausschusses der Wirtschaftsbetriebe und zugleich Vorsitzender des SPD-Stadtverbandes, berichtet, dass am Info-Stand der SPD viele Bürgerinnen und Bürger bei einer Befragung den Wunsch nach der Wertstofftonne anstatt der gelben Säcke unter dem Motto "Lieber gelbe Tonnen als gelbe Säcke!" geäußert haben.


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