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Kreistag spricht sich für frühere Jagd aus

von Anke Donner


Die Schonzeit auf Rehwild soll ab diesem Jahr verkürzt werden. Dafür sprach sich der Kreistag am Montagabend aus. Symbolfoto: Pixabay
Die Schonzeit auf Rehwild soll ab diesem Jahr verkürzt werden. Dafür sprach sich der Kreistag am Montagabend aus. Symbolfoto: Pixabay Foto: Pixabay

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06.02.2017

Landkreis. Der Kreistag Wolfenbüttel hat am Montagabend entschieden, die Schonzeit für Wildtiere zu verkürzen. Damit darf schon ab dem 1. April Jagd auf Rehwild gemacht werden. Ziel der verkürzten Schonzeit soll es sein, die Zahlen der Wildunfälle zu senken.


In Salzgitter und Hildesheim hätte diese Maßnahme bereits zu Erfolgen geführt (regionalHeute.de berichtete). Die Kreistagsfraktion der Linken kündigte schon vor der Sitzung an, der Vorlage nicht zuzustimmen (regionalHeute.de berichtete). Und so teilte der Vorsitzender der Linken, Arnfred Stoppok, mit, dass man stattdessen den Antrag zurückstellen solle um die rechtliche Seite abzuklären. Dieser Antrag wurde abgelehnt. Zudem sei die Fraktion der Auffassung, dass es auch andere Möglichkeiten geben müsse, um die Unfallzahlen zu senken. Diese sollten nach Möglichkeit erst einmal ausgeschöpft werden. Die frühere Jagd auf Tiere sei jedoch nicht der richtige Weg.

Marcus Bosse, SPD, plädierte für den Antrag, da die ansteigenden Zahlen zeigen würden, dass Handlungsbedarf bestehe. Bisherige Kampagnen hätten offenbar nicht gefruchtet, so Bosse. Nach den drei Probe-Jahren müsse man sehen, ob die Maßnahme etwas bringt. Von Profitgier könne hier nicht die Rede sein, da sich die nur die Jagdzeit verlängert, aber die nicht die Abschussmenge erhöhen würde. Dem konnte auch Norbert Löhr (CDU) zustimmen und teilte mit, dass man der Beschlussvorlage zustimmen werde.

Landrätin Christiana Steinbrügge erklärte, dass blaue Reflektoren, wie sie von den Linken gefordert wurden, an vier Landstraßen mit Unfallschwerpunkt angebracht werden sollen. Hier werden also sehr wohl andere Maßnahmen vorgenommen. Frank Oesterhelweg (CDU) schlug zudem vor, dass man sich gerne einmal gemeinsam mit der Kreisjägerschaft, der Polizei und der Verkehrswacht über die verschiedenen Maßnahmen zur Vermeidung von Wildunfällen informieren könne. Nach einer kurzen Beratung und Aussprache wurde die verkürzte Schonzeit beschlossen.

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