KVG übertrifft eigene Zielsetzung bei der Digitalisierung

20. Juni 2019
Bei der KVG kann telefonisch und digital bestellt werden. Foto: KVG
Braunschweig. Laut einer Pressemitteilung der KVG hat die Verkehrsgesellschaft erstmals ihre eigenen Zielsetzungen zum Anteil der elektronischer Bestellungen von Anruf-Sammel-Taxis und Anruf-Linien-Taxis übertroffen. Der Anteil der elektronisch Bestellungen habe sich demnach auch 28% vervierfacht.

Seit der Einführung der webbasierten Software „AnSat“ für alle KVG-Linien mit Bedarfsverkehr konnte der Anteil der Onlinebestellungen auf rund 28% im Mai diesen Jahres vervierfacht werden. Der Systemlieferant ESM habe bestätigt, dass KVG-Fahrgäste im Vergleich zu den meisten anderen deutschen Nahverkehrsräumen sehr häufig per Internet bestellen. Bei vielen anderen Verkehrsunternehmen ist ein Onlinebuchungsanteil im einstelligen Prozentbereich üblich. Alle eingegangenen Bestellungen leite das innovative Buchungssystem automatisiert einem der neun durch die KVG beauftragten Taxiunternehmer zu, wie die Verkehrsgesellschaft erklärte. Ein Algorithmus bündele dabei Fahrtwünsche von Kunden und ermögliche dadurch eine intelligente Routenfindung des AST- und ALT-Verkehrs der KVG. Neben den seit Systemstart erstmals angebotenen digitalen Buchungskanälen, zu denen unter anderem eine App und eine Homepage gehören, biete die KVG ihren Fahrgästen auch weiterhin klassischen telefonischen Bestellvorgang samt persönlichen Kontakt zu Mitarbeitenden der Buchungszentrale an. KVG-Geschäftsführer Axel Gierga sieht sein Unternehmen mit den bereits umgesetzten und geplanten Digitalisierungsprozessen auf dem richtigen Weg: „Viele unserer Fahrgäste bewegen sich tagtäglich im Internet. Daher haben wir von Anfang an daran geglaubt, dass bis zu 25 Prozent ihr AST und ALT online buchen werden. Da wir dieses sehr ehrgeizige Ziel binnen 18 Monaten übertreffen konnten, zeigt sich, dass unsere Fahrgäste in der Digitalisierung große Vorteile sehen.“

Wirtschaftlicher und Ökologischer

Die KVG stellte die Bestell-, Buchungs- und Abrechnungsvorgänge der Bedarfssysteme AST und ALT nach einem erfolgreichen Probebetrieb im Dezember 2017 auf das AnSat-System um. Damit einher gingen innerbetriebliche Optimierungen und Zentralisierungen der Arbeitsabläufe. Über das KVG-System werden monatlich bis zu 1.000 Buchungsvorgänge für alle linienbezogenen AST- und ALT-Fahrten vorgenommen. AST und ALT setzt die KVG auf insgesamt 34 Buslinien bei Fahrten mit schwächerer Kundennachfrage ein, bei denen der Betrieb eines Standardlinienbusses unwirtschaftlich und unökologisch sei. AST und ALT fahren laut KVG nur auf Bestellung des Kunden. In den Linienfahrplänen der KVG seien die AST- und ALT-Angebote daher besonders gekennzeichnet. Bestellungen müssten spätestens 45 Minuten vor der fahrplanmäßigen Abfahrtszeit erfolgen. Bis zu diesem Zeitpunkt könnten sie bei Bedarf per Telefon oder Web auch wieder storniert werden. 

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