Region. Der Sommer lockt die Menschen in der Regel mit viel Sonnenschein und warmen Temperaturen nach draußen. Doch zur sonnigen Jahreszeit gehören auch Gewitter und Unwetter, wie erst vor wenigen Tagen im Norden Niedersachsens, wo vor allem Hagel für enorme Zerstörungen sorgte. Solche Wetterereignisse bringen zahlreiche Gefahren mit. regionalHeute.de hat den Überblick, wie man sich bei extremen Wetterlagen schützt.
Vor wenigen Tagen jährte sich die Flut im Ahrtal zum fünften Mal. Den meisten von uns sind die Bilder der Wassermassen und Zerstörungen noch gut in Erinnerung. Auch in unserer Region kämpften Anwohner und Einsatzkräfte Ende 2023 mit einem Hochwasser. Extreme Wetterlagen bringen nicht nur materielle Schäden, sondern auch eine Gefahr für Leib und Leben mit sich.
Zuhausebleiben als oberste Regel
Doch wie verhält man sich im Ernstfall richtig? Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BKK) hat auf seiner Website einen zunächst banal klingenden, aber doch einleuchtenden Tipp parat: Die wichtigste Regel sei, zu Hause zu bleiben. Der Grund ist simpel: Außerhalb von Gebäuden ist die Gefahr, von Blitzen, herabstürzenden Ästen und Ähnlichem getroffen zu werden, wesentlich höher. Für größere Schadenslagen empfiehlt das BKK, einen Notvorrat zu Hause zu haben, um zum Beispiel einen längeren Stromausfall zu überstehen. Dies gilt natürlich nicht für Ausnahmesituationen, in denen das Haus selbst bedroht ist.
Keller unbedingt meiden
Bei starken Unwettern sollte man sich zudem in einem innenliegenden Raum aufhalten. Keller sollten unbedingt gemieden werden – sie können im Fall einer Überflutung zur tödlichen Falle werden. Empfindliche Elektrogeräte sollten vom Netz genommen werden. Bei Stürmen müssen bewegliche Gegenstände auf dem Balkon und im Garten gesichert werden. Zudem sollte man sich in regelmäßigen Abständen über die aktuelle Warnlage informieren.
So kann man sich draußen schützen
Wer bereits draußen unterwegs ist und von einem Gewitter überrascht wird, sollte offenes Gelände, Bäume, Türme, Deiche oder hohe Geländepunkte meiden. Wenn keine Möglichkeit besteht, sich Schutz zu suchen, sollte man nach einer natürlichen Bodensenke Ausschau halten und sich dort in die Hocke setzen. Außerdem sollte man ausreichend Abstand zu anderen Personen halten und Gewässer meiden, da Wasser mögliche Blitze sehr gut leitet. Für Verkehrsteilnehmer gilt: Rad- und Motorradfahrer sollten die Fahrt sofort unterbrechen. Bei Starkregenereignissen sollten Unterführungen und Senken nicht durchfahren werden.
Vorkehrungen für Katastrophen
Auch wenn es glücklicherweise eher selten vorkommt – für den Fall einer Evakuierung aus den eigenen vier Wänden kann es sinnvoll sein, ein Notgepäck griffbereit zu haben. Darin enthalten sein sollten die wichtigsten Dokumente sowie eventuell benötigte Medikamente.

