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Lehrermangel - Unterrichtsversorgung in der Region unter Landesdurchschnitt



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Lehrermangel - Unterrichtsversorgung in der Region unter Landesdurchschnitt

Außer in Gifhorn und Braunschweig liegt die Unterrichtsversorgung in nahezu allen Städten unter dem Landesdurchschnitt von 98,18 Prozent. Am schlechtesten schneidet Helmstedt ab.

Die aktuellen Zahlen zur Unterrichtsversorgung gehen aus einer kleinen Anfrage des Wolfenbütteler Landtagsabgeordneten Björn Försterling und seiner FDP-Landtagsfraktion hervor.
Die aktuellen Zahlen zur Unterrichtsversorgung gehen aus einer kleinen Anfrage des Wolfenbütteler Landtagsabgeordneten Björn Försterling und seiner FDP-Landtagsfraktion hervor. Foto: FDP

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Region. Die prognostizierte Unterrichtsversorgung an den niedersächsischen Schulen liegt im aktuellen Schuljahr mit 98,18 Prozent unter dem im Vorjahr erreichten Wert von 99,63 Prozent. Der bildungspolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Niedersächsischen Landtag, Björn Försterling, spricht in einer Pressemitteilung darüber, dass die Landesregierung sogar noch Stellen kürzen will und schlägt Alarm.



In allen Städten und Kreisen der Region liegt die Unterrichtsversorgung laut Prognose sogar nur bei 96,43 Prozent, wobei Gifhorn mit 99,1 Prozent dabei überraschend gut abschneidet und den Durchschnitt hebt. Auch Braunschweig liegt mit 98,2 Prozent prognostizierter Unterrichtsversorgung über dem Durchschnitt. Wolfenbüttel (97,8 Prozent) belegt das Mittelfeld. Am schlechtesten schneidet Helmstedt mit einer prognostizierten Unterrichtsversorgung von nur 93,5 Prozent ab.

"Dem Kultusminister ist es nicht gelungen, genügend Lehrkräfte für den tatsächlichen Bedarf einzustellen, aber nicht nur wegen des Lehrermangels, sondern auch, weil zu wenig Stellen ausgeschrieben worden sind. Mit dem kommenden Haushaltsjahr will die Landesregierung sogar über 700 Stellen kürzen", prangert Försterling an und erklärt: "Aus unserer Sicht ein falsches Zeichen bei knapp 25.000 Fehlstunden pro Woche. Dabei sind Fort- und Weiterbildungen, Krankheitsausfälle, Mutterschutz und Elternzeit noch nicht einmal eingerechnet."

Zahlt Niedersachsen zu schlecht?


Wie bereits in den vergangenen Jahren seien insbesondere die Förder-, Haupt-, Real- und Oberschulen von der schlechten Unterrichtsversorgung betroffen. "Selbst die Versorgung der Grundschulen, die in den vergangenen Jahren immer verhältnismäßig gut aufgestellt waren, ist inzwischen um ein Prozent abgesunken. Bei den Gymnasien hat die Landesregierung offenbar ignoriert, dass die Lehrer ab diesem Schuljahr einen zusätzlichen Jahrgang unterrichten müssen. Dort ist der Einbruch bemerkenswert", sagt Försterling mit Blick auf den Vergleich zum Vorjahr. Um der unzureichenden Unterrichtsversorgung endlich Herr zu werden, müssten die Rahmenbedingungen für Lehrer in Niedersachsen deutlich verbessert werden. Försterling: "Wir brauchen endlich einheitlich eine A13-Besoldung für Grund-, Haupt- und Realschullehrer. Es kommt einfach niemand nach Niedersachsen, wenn er weiß, dass er am Ende des Monats deutlich weniger auf dem Konto hat, als in anderen Bundesländern."


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