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Letzte Warnung der Bank soll Senioren vor Betrügern schützen



Letzte Warnung der Bank soll Senioren vor Betrügern schützen

Eine Aktion der Polizei in Goslar und des weißen Ringes soll Opfer möglicher Straftaten vor Betrügern schützen. Grund sei die Zunahme sogenannter "Schockanrufe".

Größere Bargeldmengen sollen Senioren von den Banken in solchen Umschlägen übergeben werden. Links Kriminalhauptkommissar Harald Töpfer vom Präventionsteam der Polizei mit Günter Koschig vom Weißen Ring
Größere Bargeldmengen sollen Senioren von den Banken in solchen Umschlägen übergeben werden. Links Kriminalhauptkommissar Harald Töpfer vom Präventionsteam der Polizei mit Günter Koschig vom Weißen Ring Foto: Polizei

Goslar. Nach wie vor fallen in unregelmäßigen Abständen hochbetagte Senioren auf verschiedene Betrugsmaschen herein und verlieren dabei in den meisten Fällen fünfstellige Geldbeträge. Um diesen Menschen noch im letzten Moment den entscheidenden Impuls zu geben, nicht Opfer einer Straftat zu werden, stellt die Polizei Goslar mit freundlicher Unterstützung des Weißen Ringes, im Landkreis Goslar vertreten durch Günter Koschig, allen Banken im Landkreis Goslar insgesamt 3.000 Briefumschläge mit dem entscheidenden Warnhinweis: "Übergeben Sie niemals Geld an eine Ihnen unbekannte Person" zur Verfügung. Bei höheren Geldauszahlungen soll das Geld in einem solchen Umschlag an die Kunden übergeben werden, wie die Polizei Goslar in einer Pressemitteilung berichtet.



In der Vergangenheit wurden die Senioren häufig mit Anrufen falscher Polizeibeamter betrogen, die Ihnen erzählten, in der Nähe ihres Wohnortes sei ein Einbrecher festgenommen worden, bei dem ein Zettel mit ihrer Wohnanschrift und ihrem Namen aufgefunden worden sei. Um ihr Geld zu schützen, nehme die Polizei ihr Geld und ihren Schmuck in Verwahrung bis die Gefahr vorbei sei. Sie seien nun Zeugen in einem Ermittlungsverfahren und dürften nicht über den Fall sprechen, andernfalls machten sie sich strafbar.

"Schockanrufe" wieder im Trend


In letzter Zeit haben die Täter die sogenannten "Schockanrufe" reaktiviert. Diese Masche war bereits vor einigen Jahren im Umlauf. Hierbei wird den Opfern mitgeteilt, dass ein naher Angehöriger zum Beispiel einen schweren Verkehrsunfall verursacht und dabei einen anderen Menschen schwer verletzt oder getötet hat. Deshalb muss der Angehörige entweder eine hohe Kaution hinterlegen, damit er wieder auf freien Fuß kommt oder eine hohe Zahlung als Schadenersatz leisten, um Straffreiheit zu erlangen.



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Sofern die Opfer das Geld bei der Bank deponiert haben, bereiten die Täter das Opfer auf den Bankbesuch vor und geben ihnen auf, den wahren Grund der Geldabhebung zu verschleiern. So kommt es immer wieder vor, dass die Opfer auch erfahrene Bankmitarbeitende dazu bringen, dass Geld auszuhändigen.




Diese Betrugsmaschen (Enkeltrick, Anrufe falscher Polizeibeamter, Schockanrufe) habe am Ende eines gemeinsam: Die Opfer müssen einer ihr unbekannten Person eine hohe Geldsumme übergeben. Die Polizei Goslar bedankt sich bei allen Banken für Ihre Kooperation.


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