Linke fordert mehr Geld für Beschäftigte im Handel

Angesichts der bundesweiten Warnstreiks im Handel an diesem Freitag fordert die Linke Lohnerhöhungen für die Beschäftigten der Branche. Pascal Meiser, gewerkschaftspolitischer Sprecher der Linken, sagte der "Rheinischen Post": "Ohne die Millionen Beschäftigten im Groß- und Einzelhandel würde in unserem Land nicht mehr viel laufen.

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Verkauf in einem Kaufhaus (Archiv)
Verkauf in einem Kaufhaus (Archiv) | Foto: via dts Nachrichtenagentur

Berlin. Angesichts der bundesweiten Warnstreiks im Handel an diesem Freitag fordert die Linke Lohnerhöhungen für die Beschäftigten der Branche.


Pascal Meiser, gewerkschaftspolitischer Sprecher der Linken, sagte der "Rheinischen Post": "Ohne die Millionen Beschäftigten im Groß- und Einzelhandel würde in unserem Land nicht mehr viel laufen. Mehr Respekt und eine bessere Bezahlung für ihre Arbeit sind längst überfällig."

Es sei deshalb absolut nachvollziehbar, dass die Beschäftigten ihrer Forderung nach anständigen Lohnerhöhungen auch mit Warnstreiks Nachdruck verleihen, so Meiser weiter. "Auch die Bundesregierung muss hier endlich aufwachen. Es ist ein Armutszeugnis, dass sie dem Lohndumping und der Tarifflucht im Einzelhandel weiter tatenlos zusieht." Tarifverträge müssten leichter für eine ganze Branche für allgemein verbindlich erklärt werden können, im Zweifel auch gegen die Blockadehaltung der Arbeitgeberverbände.

Steven Haarke, Tarifgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland, erklärte dagegen: "Wir befinden uns in der schwersten Wirtschaftskrise seit 20 Jahren, die Konsumflaute ist aufgrund der Kriege auf der Welt und der steigenden Arbeitslosenzahlen auf einem absoluten Tiefpunkt." Es brauche eine gemeinsame und verantwortungsbewusste Lösung. Die Arbeitgeber seien dialogbereit.

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