Gewerkschaft ruft bei Lorenz Bahlsen in Hankensbüttel zum Warnstreik auf

Mit den 24-Stunden-Streiks wollen die Beschäftigten der Süßwarenindustrie in Niedersachsen/Bremen sowie Hamburg/Schleswig-Holstein ein unmissverständliches Zeichen an die Arbeitgeber senden.

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Symbolfoto | Foto: via dts Nachrichtenagentur

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Hankensbüttel. Nach mehreren ergebnislosen Tarifverhandlungen und nur geringfügig nachgebesserten Angeboten der Arbeitgeber hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss- Gaststätten (NGG) für die Beschäftigten der Süßwarenindustrie in Niedersachsen sowie im Tarifgebiet Hamburg/Schleswig-Holstein zu 24-stündigen Warnstreiks aufgerufen. Gestreikt wird auch in Hankensbüttel.



Die Beschäftigten würden nach Einschätzung der NGG keine andere Möglichkeit mehr sehen, ihren Forderungen nach einer spürbaren Verbesserung von Löhnen und Gehältern Nachdruck zu verleihen, heißt es in einer Pressemitteilung der NGG am heutigen Montag. Bereits in den vergangenen Wochen hätten Beschäftigte im Tarifgebiet Hamburg/Schleswig- Holstein mit kurzen Warnstreiks deutlich gemacht, dass die Geduld in den Betrieben schwindet. Die Beteiligung an diesen Aktionen habe gezeigt, dass die Belegschaften hinter den tariflichen Forderungen stehen und bereit sind, für faire Einkommen einzutreten.

Leistung fair bezahlen


Trotz dieser deutlichen Signale habe die Arbeitgeberseite in der jüngsten Verhandlungsrunde ihre Angebote lediglich minimal verbessert. Aus Sicht der NGG reicht dies bei weitem nicht aus, um die tatsächlichen Belastungen der Beschäftigten und die gestiegenen Lebenshaltungskosten angemessen zu berücksichtigen.

Finn Petersen, Verhandlungsführer der NGG und Landesbezirksvorsitzender Nord, erklärt: „Die Beschäftigten in der Süßwarenindustrie leisten Tag für Tag hervorragende Arbeit und sorgen dafür, dass die Unternehmen wirtschaftlich erfolgreich sind. Wer erwartet, dass die Kolleginnen und Kollegen weiterhin mit großem Einsatz arbeiten, muss auch bereit sein, ihre Leistung fair zu bezahlen. Die Arbeitgeber haben die Chance verpasst, in den Verhandlungen ein Angebot vorzulegen, das diesen Namen verdient. Die minimale Bewegung am Verhandlungstisch reicht nicht aus. Deshalb erhöhen die Beschäftigten jetzt den Druck. Die 24- Stunden-Streiks sind ein klares Signal: Respekt und Anerkennung zeigen sich nicht in Worten, sondern auf dem Lohnzettel.“

Gewerkschaft verhandlungsbereit


Die NGG betont, dass die Verantwortung für die Eskalation bei den Arbeitgebern liege. Die Gewerkschaft sei weiterhin jederzeit zu konstruktiven Verhandlungen bereit. Dafür sei jedoch ein deutlich verbessertes Angebot erforderlich, das die Erwartungen und berechtigten Ansprüche der Beschäftigten ernst nimmt.

Mit den 24-Stunden-Streiks wollen die Beschäftigten der Süßwarenindustrie in Niedersachsen/Bremen sowie Hamburg/Schleswig-Holstein ein unmissverständliches Zeichen an die Arbeitgeber senden: "Die Belegschaften sind nicht bereit, einen Tarifabschluss mit Reallohnverlusten hinzunehmen."

Die zentrale Streikversammlung findet in Lüneburg statt.