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Luchse beziehen ihr altes Gehege: So geht es Paul nach dem Unfall

Bei einem Sturm im Februar wurde die Umzäunung des Luchsgeheges an den Rabenklippen zerstört. Drei Tiere brachen aus. Kater Paul wurde bei einem Unfall verletzt. Nun können die Tiere ihr altes Gehege wieder beziehen.

von Julia Seidel


Symbolbild.
Symbolbild. Foto: Pixabay

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18.06.2020

Bad Harzburg. Im Februar sorgte das Sturmtief Sabine mit orkanartigen Böen dafür, dass die Umzäunung des Luchsgeheges an den Rabenklippen in Bad Harzburg von umgestürzten Bäumen zerstört wurde (regionalHeute.de berichtete). Ein Tier wurde von einem Baum getroffen. Drei weitere der insgesamt fünf im Gehege lebenden Luchse liefen weg, konnten jedoch wieder eingefangen werden. Kater "Paul" wurde auf seiner Reise von einem Auto angefahren (regionalHeute.de berichtete). Wie der Luchsbeauftragte des Nationalparks, Ole Anders jetzt gegenüber regionalHeute.de berichtet, konnte die Instandsetzung des Geheges vor wenigen Tagen abgeschlossen werden. Am heutigen Donnerstag findet der Wiedereinzug der Luchse in den größeren der beiden öffentlich einsehbaren Gehegeteile statt.


Eine gute Nachricht vorweg: Paul konnte sich nach seinem Unfall gut erholen. Am Morgen des 24. Februar hatte er die L 85 zwischen Ilsenburg und Stapelburg überqueren wollen und wurde dabei von einem Auto frontal erwischt. Dabei zog sich der Kater fünf gebrochene Rippen sowie Prellungen und Schürfwunden zu. Obwohl er sich aufgrund seiner Verletzungen lange nur ungern bewegen wollte, gehe es ihm inzwischen wieder so gut, dass er wieder zusammen mit den weiblichen Luchsen in sein altes Gehege gelassen werden kann.

Bäume wurden kontrolliert



Der größte Aufwand bei der Wiederherstellung des Geheges habe darin bestanden, die noch stehenden alten Bäume zu kontrollieren, erklärt Anders weiter. Ein großer Teil davon sei entfernt worden, damit diese beim nächsten Sturm keinen Schaden anrichten können. "Das war sehr aufwändig, weil jeder einzelne Baum mit schwerem Gerät (Schreitbagger) oder von Seilkletterern abgetragen werden musste, um nicht auf andere Gehegezäune zu fallen", so Anders. Dafür musste das Gehege teilweise geöffnet werden. Ebenfalls musste eine Zuwegung für die Bagger geschaffen werden.

Auch die Corona-Maßnahmen haben dazu geführt, dass sich die teils von privaten Firmen durchgeführten Arbeiten immer wieder verzögert hatten. Öffentliche Fütterungen am Luchsgehege finden aufgrund der Corona-Maßnahmen derzeit nicht statt. Ein Termin für einen Neustart ist noch nicht festgesetzt.


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