Mädchenmord von Salzgitter: CDU-Chef fordert Debatte um Strafmündigkeit

In Folge des Mordes an einer 15-Jährigen durch zwei Teenager in Salzgitter, fordert der Niedersächsische CDU-Chef Bernd Althusmann eine Debatte über das Mindestalter der Strafmündigkeit.

von Niklas Eppert


Am Hans-Böckler-Ring werden Blumen niedergelegt und Kerzen angezündet.
Am Hans-Böckler-Ring werden Blumen niedergelegt und Kerzen angezündet. Foto: Rudolf Karliczek

Hannover/Salzgitter. Der Niedersächsische CDU-Chef Bernd Althusmann laut des NDR eine Debatte darüber, ob die Strafmündigkeit mit 14 noch angebracht ist. Wenn einerseits eine Herabsenkung des Wahlalters gefordert werde, dann müssten Jugendliche auch mehr Verantwortung übernehmen können. Dazu gehöre auch, dass die Strafmündigkeit herabgesetzt werde.


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Nachdem Anfang vergangener Woche die Leiche einer 15-Jährigen entdeckt wurde, hat die Polizei mittlerweile zwei mutmaßliche Täter im Alter von 13 und 14 ausgemacht. Während der 14-Jährige bereits festgenommen wurde, kümmert sich das Jugendamt um den jüngeren der beiden Täter. Nun hat der Niedersächsische Wirtschaftsminister, CDU-Chef und Spitzenkandidat der Christdemokraten zur Landtagswahl Bernd Althusmann gegenüber dem Norddeutschen Rundfunk gefordert, dass eine Debatte um das Alter der Strafmündigkeit geführt werden müsste. Die liegt in Deutschland aktuell bei 14 Jahren.

Mehr Verantwortung, mehr Pflichten?


Wenn in Deutschland die Herabsetzung des Wahlalters gefordert werde, sei es nur folgerichtig, dass auch über die Herabsetzung der Strafmündigkeit diskutiert werden. Es sei bereits in vielen Staaten der Fall, dass auch Kinder und Jugendliche unter 14 Jahre sich unter dem Strafrecht verantworten müssten, wenn sie entsprechende Taten begingen, so Althusmann.

Die CDU will nach Aussage ihres Landesvorsitzenden im Falle eines Wahlsieges bei der Landtagswahl im Oktober ein Kinder- und Familienministerium in Niedersachsen einführen. "Wir müssen wieder verstärkt hinsehen und dürfen auch an den sogenannten Brennpunkten nicht nachlassen, Hilfestellungen zu geben", glaubt der Landesvorsitzende.


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