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Mehr als 36.000 Kinder haben Sprachbarrieren

von Robert Braumann


Die Flüchtlingskrise stellt auch die Schulen in der Region vor gesteigerte Anforderungen. Viele Sprachlernklassen sind entstanden, Foto: Archiv
Die Flüchtlingskrise stellt auch die Schulen in der Region vor gesteigerte Anforderungen. Viele Sprachlernklassen sind entstanden, Foto: Archiv

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08.08.2016




Region. Die Flüchtlingskrise stellt auch die Schulen in der Region vor gesteigerte Anforderungen. Seit März vergangenen Jahres sind insgesamt mehr als 36.000 Schülerinnen und Schüler mit Sprachförderbedarf ins Niedersächsische-System gekommen. Auch wenn nicht alle Lehrerstellen besetzt werden konnten, verspricht Ministerin Frauke Heligenstadt: "Der Pflichtunterricht ist gesichert".

So sei für das Schuljahres 2016/2017 voraussichtlich mit einer landesweit durchschnittlichen Unterrichtsversorgung von rund 98 Prozent zu rechnen ist. Bei den einzelnen Unterrichtsversorgungswerten der Schulen müsse man beachten, dass an den weiterführenden Schulen eine Versorgung von unter 100 Prozent nicht bedeutet, dass grundsätzlich Unterrichtsausfälle auftreten müssen. Die Ministerin sagte im Rahmen der im Rahmen der Schuljahresanfangspressekonferenz wörtlich: "Der Pflichtunterricht ist gesichert". Dennoch habe man nicht alle ausgeschriebenen Lehrerstellen auch besetzten können.


Kultusministerin, Frauke Heiligenstadt. Foto: SPD Niedersachsen



Zum 1. Halbjahr dieses Schuljahres wurden rund 2.700 Stellen ausgeschrieben und bisher konnten rund 2040 besetzt werden. Jedoch ist das Stellenbesetzungsverfahren noch nicht abgeschlossen, es laufe noch bis in den September und man sei zuversichtlich, dass man noch weitere Stellen besetzen könne, so die Ministerin.

Flüchtlinge integrieren


Auf den Anstieg bei den Schülerzahlen hat die Landesregierung unter anderem mit der Einrichtung von Sprachlernklassen reagiert. Mit Beginn des Schuljahres wird es in Niedersachsen voraussichtlich rund 630 Sprachlernklassen an öffentlichen allgemein bildenden Schulen geben. Susanne Schrammar, Niedersächsisches Kultusministerium, Pressesprecherin, sagte gegenüber regionalHeute.de "Sprachlernklassen sind nicht das einzige Mittel, mit dem die Schulen Sprachförderung betreiben können. Der Erlass „Förderung von Bildungserfolg und Teilhabe von Schülerinnen und Schülern nichtdeutscher Herkunftssprache“ bietet den Schulen zahlreiche Möglichkeiten. Auf der Grundlage von Sprachförderkonzepten können sie auf Antrag je nach Bedarf und Möglichkeiten zusätzliche Lehrerstunden erhalten, die für weitere integrative Sprachfördermaßnahmen wie Förderkurse, Förderunterricht oder besondere Sprachförderkonzepte verwendet werden können. Das Stundenkontingent, das den Schulen für Sprachfördermaßnahmen zur Verfügung steht, ist deutlich gewachsen: Von rund 37.000 Lehrerstunden vor zwei Jahren auf prognostisch 58.500 Lehrerstunden zu Beginn dieses Schuljahres."

Viele Sprachlernklassen


Für all diese Maßnahmen werde Lehrpersonal benötigt. "Dementsprechend hat das Land in großem Umfang Lehrkräfte eingestellt: allein im vergangenen Schuljahr rund 4.250 Lehrkräfte an den allgemein bildenden Schulen, davon viele zusätzlich für die Beschulung von Flüchtlingskindern", so Schrammar. In den kommenden zwei Jahren sollen insgesamt 2.160 weitere zusätzliche Lehrerstellen an den allgemein bildenden Schulen geschaffen werden.· Daneben werde auch die Möglichkeit geboten, im Rahmen eines Vertrages zum Spracherwerb an Schulen tätig zu sein. Hier seien neben pensionierten Lehrkräften auch Lehramtsstudierende und Hochschulabsolventinnen und Hochschulabsolventen angesprochen.

Im Landkreis Wolfenbüttel wurden zum Schuljahr 2016/2017 an folgenden Schulen Sprachlernklassen genehmigt:

Elm-Asse-Schule (2 Sprachlernklassen)

HRS Werla (1 Sprachlernklasse)

HS Erich-Kästner (3 Sprachlernklassen)

GS Geitelplatz (1 Sprachlernklasse)

Im Landkreis Braunschweig wurden zum Schuljahr 2016/2017 an folgenden Schulen Sprachlernklassen genehmigt:

GS Ilmenaustraße (1 Sprachlernklasse)

HS Sophienstraße (1 Sprachlernklasse)

GHS Rüningen (1 Sprachlernklasse)

RS Maschstraße (1 Sprachlernklasse)

RS Nibelungen (1 Sprachlernklasse)

RS Sidonienstraße (2 Sprachlernklassen)

Im Landkreis Goslar wurden zum Schuljahr 2016/2017 an folgenden Schulen jeweils eine Sprachlernklassen genehmigt:

GS Jürgenohl

ObS Deilich

GS Oker

ObS Seesen


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