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Mehr Kita-Plätze: ver.di fordert Personal und Qualität


Die Stadt soll für attraktive Erzieherstellen und berufliche Möglichkeiten sorgen. Symbolfoto: pixabay
Die Stadt soll für attraktive Erzieherstellen und berufliche Möglichkeiten sorgen. Symbolfoto: pixabay Foto: Pixabay

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25.10.2018

Braunschweig. Über 1.000 neue Kita-Plätze benötigt Braunschweig in den nächsten Jahren. Dabei fehlen schon jetzt Erzieherinnen und Erzieher. Da ist sich die ver.di sicher.


Der ver.di-Bezirk Süd-Ost-Niedersachsen fordert daher jetzt massive Investitionen in das Personal. Arbeitsplätze in den Kitas in Braunschweig müssten attraktiver werden. Dazu zählten die Vergütung, eine bessere Eingruppierung, Angebote zur Weiterqualifizierung und zum Gesundheitsschutz.

Geschäftsführer Sebastian Wertmüller: „Viele Kommunen und viele freie Träger bemühen sich um Erzieherinnen. Da muss die Stadt mithalten.“Erst am Montag hatte die Stadt die Erfolge des QuiK-Programms vorgestellt (regionalHeute.de berichtete). In diesem Programm unterstützen Quereinsteiger über ein durch das Land gefördertes Programm die Erzieher in den Einrichtungen - dies scheint ver.di aber nicht genug.

Wertmüller schlägt vor, für neu einzustellende Erzieherinnen und Erzieher ebenso wie für Auszubildende der Stadt ein eigenes Wohnraumangebot zu schaffen: „Bei den Braunschweiger Preisen und der Konkurrenz auf dem Mietwohnungsmarkt wären preiswerte WG-Zimmer oder Kleinwohnungen ein attraktives Angebot, um neues Personal in die Stadt zu holen.“

Die ver.di bleibt aber beharrlich: "Die Stadt werde nicht darum herumkommen, sich mehr als attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren."

Wertmüller weist außerdem darauf hin, dass Investitionen in Kitas und in eine gute pädagogische Betreuung auch eine Investition in die Zukunft sind: Insbesondere für Kinder aus einem schwierigen sozialen Umfeld sei frühzeitige pädagogische Begleitung ein Schlüssel für den späteren erfolgreichen Weg in der Schule und in der Ausbildung. Wertmüller: „Gegen Benachteiligungen und geringere Bildungschancen wegen der sozialen Herkunft muss man so früh wie möglich angehen, das heißt bereits in Krippen und Kitas!“

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