Region. Für die Kommunen in der Region sind Hunde eine feste Einnahmequelle. Im vergangenen Jahr haben die Städte mit der Hundesteuer Millionenbeträge eingenommen. Doch wie viel Hundehalter zahlen müssen, hängt stark vom Wohnort ab.
Wer einen oder mehrere Hunde hält, muss dafür jährlich eine Steuer an seine Kommune zahlen. Die Höhe dieser Abgabe legen die Städte und Gemeinden selbst fest. Entsprechend unterschiedlich fallen die Kosten für Hundehalter in der Region aus. Besonders groß sind die Unterschiede bei sogenannten gefährlichen Hunden. Einige Kommunen verlangen dafür eine deutlich höhere Steuer, andere verzichten komplett auf einen Zuschlag. Eine Abfrage von regionalHeute.de zeigt: Die Städte der Region nahmen im Jahr 2025 zusammen über 4.1 Millionen Euro durch die Hundesteuer ein. Das Geld ist nicht zweckgebunden und kann von den Kommunen frei eingesetzt werden.
Wolfsburg
In der Stadt Wolfsburg waren im Jahr 2025 5.963 Hunde gemeldet. Der Ertrag aus der Hundesteuer lag bei rund 674.000 Euro. Für den ersten Hund zahlen Halter 96 Euro je Kalenderjahr, für den zweiten Hund 144 Euro und für jeden weiteren Hund 168 Euro. Eine zusätzliche Steuer für gefährliche Rassen erhebt die Stadt nicht.
Salzgitter
In Salzgitter waren zum 31. Dezember 2025 6.348 Hunde registriert. Dadurch wurden 655.848 Euro Hundesteuer eingenommen. Halter zahlen dort 100 Euro für den ersten Hund, 140 Euro für den zweiten und 180 Euro für jeden weiteren Hund. Bei der Besteuerung wird nicht nach Rasse unterschieden, auch für gefährliche Hunde gibt es keinen Extra-Satz.
Peine
Die Stadt Peine nahm im Jahr 2025 insgesamt 328.512 Euro durch die Hundesteuer ein. Insgesamt waren 3.543 Hunde gemeldet. Für den ersten Hund werden 96 Euro pro Jahr fällig, der zweite kostet 144 Euro und jeder weitere 168 Euro. Eine Extra-Steuer für gefährliche Rassen gibt es nicht. Hunde, die nachweislich aus dem Peiner Tierheim übernommen wurden, sind für das erste Jahr nach der Übernahme steuerbefreit.
Wolfenbüttel
In Wolfenbüttel waren 2025 rund 3.000 Hunde gemeldet. Dadurch erzielte die Stadt 273.401,25 Euro Einnahmen. Der erste Hund kostet 90 Euro jährlich. Für weitere Hunde gelten ab 2026 höhere Sätze: Der zweite Hund kostet dann 132 Euro, jeder weitere 156 Euro. Eine zusätzliche Steuer für gefährliche Hunde wird nicht erhoben.
Extra-Steuer für gefährliche Hunde
Nicht alle Kommunen behandeln alle Hunde gleich. Während einige Städte bei der Hundesteuer ausschließlich nach der Anzahl der gehaltenen Tiere unterscheiden, verlangen andere für sogenannte gefährliche Hunde einen deutlich höheren Steuersatz. Welche Städte in der Region eine solche Sonderregelung haben, zeigt der folgende Überblick.
Als gefährliche Hunde gelten je nach kommunaler Regelung Tiere, bei denen aufgrund ihrer Rasse, ihres Verhaltens oder einer behördlich festgestellten Gefährlichkeit ein erhöhtes Risiko angenommen wird. Dazu zählen unter anderem Bullterrier, American Staffordshire Terrier, Pitbull Terrier oder Mastinos. Einige Kommunen erheben für diese Hunde eine deutlich höhere Steuer als für andere Vierbeiner.
Braunschweig
In Braunschweig waren 2025 insgesamt 10.987 Hunde gemeldet. Damit verzeichnet die Stadt die meisten Hunde in der Region. Das Steueraufkommen lag bei rund 1,5 Millionen Euro. Für den ersten Hund werden 120 Euro pro Jahr fällig, jeder weitere Hund kostet 204 Euro. Für sogenannte gefährliche Hunde verlangt Braunschweig deutlich höhere Beträge: 600 Euro für den ersten und 756 Euro für jeden weiteren Hund. Für nach dem 31. Dezember 2020 angeschaffte gefährliche Hunde beträgt der Satz sogar 804 Euro.
Goslar
Im Stadtgebiet Goslar waren 2025 3.259 Hunde angemeldet. Die Stadt nahm dadurch 376.602 Euro Hundesteuer ein. Der erste Hund kostet 132 Euro pro Jahr, der zweite 192 Euro und jeder weitere Hund 216 Euro. Für einen sogenannten gefährlichen Hund werden ab 2026 960 Euro jährlich fällig.
Gifhorn
Die Stadt Gifhorn nahm 2025 222.397 Euro durch die Hundesteuer ein. Der erste Hund kostet dort 78 Euro im Jahr, der zweite 144 Euro und jeder weitere Hund 156 Euro. Für einen als gefährlich eingestuften Hund verlangt die Stadt 600 Euro pro Jahr.
Helmstedt
In Helmstedt wurden 2025 rund 162.600 Euro Hundesteuer eingenommen. Die Zahl der gemeldeten Hunde lag bei etwa 1.900 Tieren. Für den ersten Hund werden 84 Euro fällig, jeder weitere Hund kostet 96 Euro. Wird ein Hund offiziell als gefährlich eingestuft, beträgt die Steuer 450 Euro jährlich.

