Region. Besonders im Sommer gibt es sie immer häufiger: Vorratsschädlinge. Ob im Mehl oder in den Nüssen – Motten und Käfer fühlen sich besonders in trockenen Lebensmitteln wohl. Was bei einem Befall zu tun ist und wie er sich vermeiden lässt, klärt die Verbraucherzentrale Niedersachsen.
Sie mögen es warm und bevorzugen die Vorräte, die eher länger gelagert werden: Brot-, Korn- oder Reismehlkäfer sowie Dörrobst- und Mehlmotten, gelegentlich auch Schaben. Die meisten Schädlinge sind dabei nicht auf ein einzelnes Lebensmittel spezialisiert: Sie befallen unter anderem Mehl, Nüsse, Schokolade, Nudeln oder sogar Gewürze.
Was hilft gegen Vorratsschädlinge?
Aber wie gelangen die Schädlinge eigentlich in deutsche Haushalte? Constanze Rubach, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Niedersachsen weiß die Antwort: „Die Schädlinge werden oft mit eingekauften Lebensmitteln eingeschleppt, etwa über Mehl, Reis, Nüsse oder Gewürze. Sie gelangen aber auch von draußen über Fenster und Türen in die Wohnung.“
„Um einen Befall zu vermeiden, sollten trockene Lebensmittel möglichst in gut verschließbaren Behältern mit Gummidichtung kühl und trocken aufbewahrt werden“, empfiehlt Rubach und führt an: „Dies ist besonders wichtig, wenn die Verpackungen bereits geöffnet sind und den Schädlingen einen leichten Zugang bieten. Es lohnt sich aber auch, neu gekaufte Ware oder Vorräte auf einen möglichen Befall zu prüfen. Danach das Umfüllen in gut verschließbare Behälter nicht vergessen.“ Auch wichtig: Beim Kochen regelmäßig lüften, um die Luftfeuchtigkeit möglichst gering zu halten. Dabei helfen Fliegengitter vor den Fenstern, die ungebetenen Gäste fernzuhalten.
Was, wenn sie bereits da sind?
Wer die typischen Anzeichen wie kleine Gespinste in Verpackungen, krümelige Rückstände oder kleine Käfer und Larven im Vorratsschrank entdeckt, sollte schnell handeln. Das heißt: Betroffene Lebensmittel konsequent entsorgen. „Anschließend ist es wichtig, den Vorratsschrank gründlich zu reinigen“, rät Rubach. Hierzu eignet sich Allzweck- oder Essigreiniger.
Eindämmen lässt sich ein Befall auch mithilfe von Pheromonfallen. Synthetische Stoffe locken hierbei die männlichen Tiere an. Diese bleiben kleben und können sich nicht mehr fortpflanzen. Da unter Umständen einige Männchen verschont bleiben, sind die Fallen jedoch kein Garant für eine erfolgreiche Bekämpfung – Lebensmittel immer wieder zu kontrollieren, ist daher unerlässlich.

