Mysterium um Corona-Inzidenz-Werte am Wochenende

Was machen die Landkreise Peine und Helmstedt anders?

von Alexander Dontscheff


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Symbolbild Foto: pixabay

Region. regionalHeute.de veröffentlicht (fast) täglich einen Artikel zur Entwicklung der 7-Tage-Inzidenzen der Corona-Neuinfektionen in den acht Landkreisen und kreisfreien Städten der Region. Dabei ist in den letzten Wochen und Monaten ein Kuriosum aufgefallen, dass die Zahlen am Wochenende betrifft. Hier gibt es in zwei Landkreisen Veränderungen, wo es eigentlich keine Veränderungen geben dürfte. Wir versuchten, dem Mysterium auf den Grund zu gehen.


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Seit geraumer Zeit werden an den Wochenenden keine Daten mehr über Neuinfektionen zwischen Gesundheitsämtern, Niedersächsischem Landesgesundheitsamt und Robert-Koch-Institut ausgetauscht. Das bedeutet, der Wert für die vom RKI berechneten 7-Tage-Inzidenzen ist für die Tage Samstag und Sonntag konstant "null". Das wiederum bedeutet, dass an den jeweiligen Folgetagen - Sonntag und Montag - bei der Berechnung der Inzidenz eine wegfallende Null durch eine hinzukommende Null ersetzt wird. Also dürfte sich der Wert eigentlich nicht ändern - eigentlich.

Nicht überall Stagnation


Bei dem Großteil der Landkreise und Städte in Niedersachsen ist dies der Fall. Deswegen gehen die Landeswerte am Wochenende auch regelmäßig nur leicht zurück. Dass sie aber überhaupt zurückgehen, ist dem Phänomen zu verdanken, um das es in diesem Artikel geht. In manchen Städten und Landkreisen stagniert der Wert am Sonntag und Montag eben nicht, sondern geht zurück. Ein Grund hierfür ist nicht erkennbar.

In unserem Berichtsgebiet betrifft dies die Landkreise Peine und Helmstedt. Daher fragten wir zuerst genau dort nach, ob man eine Erklärung hat. Doch leider Fehlanzeige: "Auch für uns ist das nicht nachzuvollziehen, denn genau wie alle anderen, melden wir die Infektionszahlen ebenfalls nicht am Wochenende", schreibt Fabian Laaß, Pressesprecher des Landkreises Peine. Auch aus dem Landkreis Helmstedt heißt es, dass man am Wochenende weder Zahlen nachliefere oder verändere, noch pflege man eigene Statistiken ein.

Wer bringt Licht ins Dunkel?


Wenn jemand eine Erklärung für das Phänomen hat, dann das RKI, sollte man denken. Doch auch hier gibt es keine Lösung. "Wir können leider keine Werte einzelner Kreise kommentieren. Wir veröffentlichen die Werte so, wie sie vom Gesundheitsamt übers Land geliefert werden", schreibt Susanne Glasmacher aus der Pressestelle des RKI. Warum Veränderung und Nicht-Veränderung zwischen den Landkreisen differiere, könne vielleicht das Landesgesundheitsamt einschätzen.

Doch auch dort weiß man keinen Rat. "Nach Rücksprache mit unserem Datenteam würde ich Sie tatsächlich bitten, die Anfrage an das RKI zu stellen. Auch wir können für das von Ihnen festgestellte Einfrieren der Zahlen keine Erklärung liefern", so Mike Wonsikiewicz von der Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit des Niedersächsischen Landesgesundheitsamtes. Konfrontiert mit der Aussage des RKI, versprach man aber am gestrigen Donnerstagmorgen, die Sache noch einmal weiter an die Datenexperten weiterzugeben, sodass man hoffentlich Licht ins Dunkel bringen könne. Solange wird das Mysterium wohl ein Mysterium bleiben.


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