Schwerer Arbeitsunfall: 2,5-Tonnen-Fahrzeug begräbt Mann unter sich

Am Montagnachmittag gab es einen Großeinsatz für die Feuerwehr auf dem Braunschweiger Hauptfriedhof.

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Symbolbild | Foto: Axel Otto

Braunschweig. Der Rettungsleitstelle der Berufsfeuerwehr Braunschweig wurde am Montagnachmittag gegen 15:55 Uhr zunächst ein unklarer Notfall auf dem Hauptfriedhof gemeldet. Nach dem Eintreffen des Rettungswagens wurde der Notfall konkretisiert. Eine Person war unter einem umgekippten Betriebsfahrzeug des Friedhofbetreibers eingeklemmt. Über den Einsatz berichtet die Feuerwehr in einer Pressemeldung.



Die Rettungsleitstelle alarmierte daraufhin den Rüstzug, der sich aus beiden Feuerwachen sowie der zuständigen Freiwilligen Ortsfeuerwehr bildete. Beim Eintreffen der technischen Einheit schauten lediglich die Gummistiefel unter dem Fahrzeug hervor. Die restliche Person war von dem kleinen Transportfahrzeug mit einer zulässigen Gesamtmasse von 2,5 Tonnen bedeckt.

Lebensbedrohliche Mehrfachverletzungen


Das verunfallte Fahrzeug wurde einseitig mit Lufthebern angehoben. Zeitgleich wurde über die Windschutzscheibe eine Versorgungsöffnung für den Rettungsdienst geschaffen. Der Patient wurde im Anschluss schonend mittels eines Spineboards (Rettungsbrett) gerettet und weiter im Rettungswagen versorgt. Lebensbedrohliche Mehrfachverletzungen wurden vermutet.

Während der Rettungsmaßnahmen standen diverse Einsatzmittel vor dem Haupteingang des Friedhofs in Bereitstellung. Der Einsatzleiter zeigte sich erleichtert, dass die Standard-Einsatzmittel zur Personenbefreiung ausreichten. Das Befahren des Hauptfriedhofs mittels des 60-Tonnen-Feuerwehrkrans und anderer sehr schwerer Fahrzeuge konnte vermieden werden. Flurschaden entstand nicht.

Notfallseelsorge im Einsatz


Eine Augenzeugin wurde durch die Notfallseelsorge der Feuerwehr betreut. Das Fahrzeug wurde nach Abschluss der Arbeiten aufgerichtet, da kontinuierlich geringe Mengen Betriebsflüssigkeiten austraten. Zur Unfallaufnahme befanden sich die Polizei sowie das Staatliche Gewerbeaufsichtsamt an der Einsatzstelle, die das Unfallfahrzeug sicherstellten. Der schwere Arbeitsunfall wird von den zuständigen Behörden untersucht.

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