Sie sind hier: Region >

Goslar: Rentnerin will Nichte "Paula" mit Schmuck freikaufen



Goslar

Nach angeblichen Unfall: Rentnerin will Nichte "Paula" mit Schmuck freikaufen

Der 88-Jährigen wurde Opfer einer Betrugsmasche.

Symbolfoto
Symbolfoto Foto: Pixabay

WhatsApp
facebook
Twitter
LinkedIn
E-Mail

Bad Harzburg. Am gestrigen Donnerstag gegen 12 Uhr, klingelte eine bislang unbekannte weibliche Person an der Haustür einer 88-jährigen Bad Harzburgerin im Hindenburgring und teilte mit, dass ihre Nichte "Paula" einen Verkehrsunfall verursacht habe, bei dem eine Frau ums Leben gekommen sei. Den Angaben der unbekannten Frau zufolge sitze "Paula" nun auf einer Polizeidienststelle und könne durch eine "Kaution" in Höhe von 30.000 Euro freigelassen werden. Geschockt von der Nachricht gab die Geschädigte an, lediglich im Besitz von Schmuck zu sein, was von der Unbekannten als Zahlung akzeptiert wurde. Die Rentnerin übergab der Frau Schmuck in fünfstelliger Höhe. Dies teilt die Polizei in einer Pressemitteilung mit.



Anschließend habe sich die Betrügerin mit einem hellen Kleinwagen, vermutlich weiß mit polnischem Kennzeichen über den Hindenburgring in unbekannte Richtung entfernt.

Die Frau werde als zirka 40 Jahre "Plus" beschrieben und sei zwischen 1,65 und 1,70 Metern groß. Die Frau habe eine korpulente Statur und schwarz, zum Zopf gebundene Haare gehabt. Sie habe deutsch mit vermutlich osteuropäischen Akzent gesprochen. Zur Tatzeit habe sie eine helle, längere Jacke getragen.


Telefonanruf kündigte die Tat an


Der Betrug sei erst am Nachmittag des gestrigen Donnerstags aufgefallen, als die Geschädigte telefonischen Kontakt zu ihrer Nichte aufnahm, um sich zu erkundigen, ob sie bereits bei der Polizei entlassen wurde. Eine Anzeige des Sachverhalts sei erst zu den Abendstunden durch die Nichte der Rentnerin erfolgt.

Im Rahmen der Ermittlungen habe sich herausgestellt, dass es kurze Zeit vor dem Erscheinen der Frau einen Telefonanruf gab, in dem die 88-Jährige mit der gleichen Behauptung unter Druck gesetzt und der nachfolgende Besuch angekündigt wurde.



Das für die Bearbeitung zuständige 3. Fachkommissariat des Zentralen Kriminaldienst sucht nun dringend Zeugen dieser Tat, bzw. Personen, die in gleicher Art und Weise an der Haustür unter Druck gesetzt wurden.

Kripo spricht Warnung aus


"Lassen Sie sich an der Haustür nicht leichtfertig auf Verkaufsgespräche ein, glauben Sie am Telefon nicht einfach Aussagen fremder Personen, so schockierend sie auch sein mögen und lassen Sie auf keinen Fall Fremde in Ihr Haus", heißt es weiter in der Pressemitteilung der Polizei. Gegebenenfalls sollten sich Betroffene durch einen Rückruf bei der Polizei von der Richtigkeit der Behauptungen versichern.

Weitere Informationen gebe es auch unter https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/haustuerbetrug/


zur Startseite