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Nach Flächenbrand: Leserin ist enttäuscht von der Polizei


Der schnelle Einsatz der Anwohner hielt die Brandfläche klein. Foto: Kai Baltzer
Der schnelle Einsatz der Anwohner hielt die Brandfläche klein. Foto: Kai Baltzer Foto: Kai Baltzer

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15.09.2016

Wolfenbüttel. Anfang September berichtete regionalHeute.de von einem Brand an der Lange Straße. Der Meldung der Polizei zufolge, hätte ein zirka zwei Quadratmeter großen Stück Wiese gebrannt, das von der Feuerwehr gelöscht wurde. Eine Anwohnerin schildert den Hergang aber anders.



Laut Angaben unserer Leserin hätte sich die Situation folgendermaßen abgespielt: Sie saß mit ihrer Familie und Bekannten, die zu Besuch waren, auf der Terrasse, als sie zwei Männer vorbeigehen sah, die sich über ein Feuer unterhielten. Kurz darauf seien die Kinder aufgeregt auf sie zugekommen und sagten es würde brennen. Daraufhin seien der Besuch und die Kinder mit Wassereimern zu der etwa 20 Meter entfernten Brandstelle gelaufen und hätten das Feuer gelöscht. Die mittlerweile angerückte Feuerwehr hätte nur noch einmal nachgelöscht. Das Feuer wäre bereits aus gewesen. Auch die Polizei wäre derweilen vor Ort gewesen, um den Sachverhalt aufzunehmen.

Im Gespräch mit regionalHeute.de machte unsere Leserin klar, dass sie sehr enttäuscht sei, dass in dem Bericht der Polizei kein Wort über den Löscheinsatz ihrer Familie verloren wurde. Für sie wäre unverständlich, warum die Polizei verschweigen würde, dass das Feuer bereits gelöscht war und wendete sich deshalb an unsere Redaktion.

Ihrer Ansicht nach, hätte die schnelle Reaktion, schlimmeres verhindert. Der Brand fand in unmittelbarer Nähe eines Kleingartenvereins statt. Hätte er sich bis zum Eintreffen der Feuerwehr weiter ausgebreitet, hätte ihrer Meinung nach die Gefahr bestanden, dass das Feuer auf die Kleingärten übergreift.

Polizei bezieht Stellung


Thomas Arth von der Polizei Wolfenbüttel äußerte sich zu dem Sachverhalt. Im Bericht der eingesetzten Beamten würde stehen, dass der Brand bei ihrem Eintreffen bereits gelöscht war. Da die Feuerwehr vor Ort war, seien sie wohl davon ausgegangen, dass diese den Brand gelöscht hatte. Da sie von zwei Zeuginnen auf zwei Männer aufmerksam gemacht wurden, die als Tatverdächtige in Frage kamen, seien sie nicht näher auf die Umstände der Löschung des Brandes eingegangen. Arth betonte besonders, dass es in keinem Fall die Absicht der Polizei sei, den Einsatz der Anwohner nicht zu würdigen, sondern die Beamten vor Ort damit beschäftigt waren, potentielle Täter festzustellen. Der bereits gelöschte Brand, hätte für sie in diesem Augenblick keine Priorität gehabt.

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