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Nach Vandalen-Anschlag: Spenden ermöglichen neues E-Mobil



Goslar

Nach Vandalen-Anschlag: Spenden ermöglichen neues E-Mobil

Die Anteilnahme der Goslarer war groß. Nach dem Artikel auf regionalHeute.de dauerte es keinen Tag, bis der 48-jährige Okeraner ein neues Seniorenmobil auf dem Hof stehen hatte. Am heutigen Donnerstag war die offizielle Spendenübergabe.

von Marvin König


Von links nach rechts: Peter König, Geschäftsführer Unbehindert gUG, Stefan Empen auf seinem neuen Seniorenmobil, Erol Gültepe, Versicherungsbüroinhaber und SPD-Ratsherr und Detlev Peinemann, Inhaber des Bestattungsintitutes Klotz bei der Spendenübergabe.
Von links nach rechts: Peter König, Geschäftsführer Unbehindert gUG, Stefan Empen auf seinem neuen Seniorenmobil, Erol Gültepe, Versicherungsbüroinhaber und SPD-Ratsherr und Detlev Peinemann, Inhaber des Bestattungsintitutes Klotz bei der Spendenübergabe. Foto: Marvin König

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Goslar. Am 10. Januar wurde der 48-jährige Stefan Empen Opfer eines Vandalismusaktes. Unbekannte zerstörten sein E-Mobil und nahmen dem gehbehinderten Okeraner somit seine Selbstständigkeit (regionalHeute.de berichtete). Nach dem Bericht auf regionalHeute.de war die Anteilnahme groß. Jetzt, knapp zehn Tage später sitzt Empen nun wieder "im Sattel" seines neuen Seniorenmobils. Der 48-Jährige bedankte sich bei der Spendenübergabe am heutigen Donnerstag bei den Initiatoren der Spendenaktion und allen Spendern, von denen ein nicht unbedeutender Teil auch aus der Leserschaft von regionalHeute.de stammte.



"Es ging Schlag auf Schlag, kann man sagen", berichtet Empen. Er selbst hätte keine Spendenaktion eingerichtet, wollte auf Facebook nach dem Schicksalsschlag eigentlich nur Dampf ablassen. Daraufhin hätte sich Peter König, Geschäftsführer der Unbehindert gUG bei ihm gemeldet. Vom schnellen Erfolg sei Empen überrascht worden: "Noch am selben Tag hätte sich jemand gemeldet, der ein gebrauchtes Fahrzeug habe verkaufen wollen. "Und am Abend hatte ich das neue Auto dann schon vor der Tür!", freut sich der 48-Jährige und ist gerührt: "Da hätte ich nicht mit gerechnet, dass sowas zustande kommt. Es war gar nicht meine Absicht, dass so eine Spendenaktion gestartet wird."

"Wir Okeraner halten natürlich zusammen"


"Wir hatten ja schon einmal Erfolg mit so einer Aktion nach dem Brand im Dezember 2019. Aber dass das so schnell gegangen ist diesmal, ist enorm", zeigt sich König überrascht; "Man kann sich bei allen die gespendet haben wirklich nur ganz herzlich bedanken. Ein besonderer Dank geht natürlich auch an regionalHeute.de. Es ist schön, dass eine Zeitung sowas mitträgt."


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Mit ins Boot geholt hatte König sich bei dieser Gelegenheit auch jene, die schon nach dem Feuer in Oker großen Einsatz gezeigt hatten: "Wir als Okeraner halten natürlich zusammen", so der SPD-Ratsherr Erol Gültepe und der Bestattungsunternehmer Detlev Peinemann einhellig. Gültepe ist Inhaber eines Versicherungsbüros in Oker und legte 200 Euro mit in die Kasse. Peinemann, Inhaber des Bestattungsinstitutes Klotz, legte ebenfalls 30 Euro bei. Zusammen setzten die beiden Okeraner auf die Hilfsbereitschaft ihrer Mitmenschen und hatten Erfolg - 900 Euro kamen Online zusammen, weitere 500 Euro über die Spenden und Sammlungen von Peinemann und Gültepe. "Man sieht einfach, dass wir hier einen tollen Zusammenhalt hier haben", freut sich Peinemann. "Ich denke, das haben wir super hinbekommen. Es ist klasse, dass Stefan wieder mobil ist. Da bedanken wir uns auch ganz herzlich bei regionalHeute.de und allen Spendern, die sich auf den Artikel bei uns gemeldet haben!", so Gültepe abschließend.

Wie Empen berichtet, hätte die Polizei sich wenig zuversichtlich gezeigt, die Täter ausfindig machen zu können. Auch auf die Versicherung hoffe er nicht mehr. Diese hätte nach der Tat Beweise gefordert, wie das Fahrzeug gesichert gewesen sei, die er - mangels Fotos vom Abstellort - nicht hätte erbringen können.



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