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Naturschützer in Riddagshausen aktiv



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21.09.2014


Riddagshausen. Geplant war zwar, am Samstag, ein Brutfloß für Flussseeschwalben im Naturschutzgebiet Riddagshausen zu bauen, doch konnte diese Aufgabe aus verschiedenen Gründen noch nicht in Angriff genommen werden. Trotzdem sollte der angesetzte Termin nicht ohne Naturschutzaktivitäten verhallen. So trafen sich wieder 21 Erwachsene und sechs Kinder vormittags zum Naturschutzeinsatz, denn im Riddagshäuser Teichgebiet gibt es immer etwas zu tun.

Unter der Leitung der Rangerin Anke Kätzel von der Stadt Braunschweig trafen sich wieder Mitglieder des Fördervereins Naturschutzgebiet Riddagshausen, des CDU-Ortsverbandes Wabe-Schunter sowie mehrere freiwillige Helfer, um der Natur unter die Arme zu greifen. Da es mehrere Maßnahmen durchzuführen gab, wurden die Helfer in verschiedene Arbeitsgruppen eingeteilt. Die Luftfeuchtigkeit war an diesem Samstag besonders hoch, so dass es für alle eine sehr schweißtreibende Arbeit wurde.

Die erste Arbeitsgruppe beschäftigte sich mit einer Eisvogelbrutwand, die im letzten Herbst hergerichtet worden war. Aufgrund der vielen Niederschläge dieses Sommers hatte sich die Steilwand gesetzt, so dass Ausbesserungsarbeiten notwendig wurden. Dazu mussten Helfer auch wieder in den Bach unterhalb der Steilwand. Bis zur Hüfte im kühlen Wasser wurden die Wathosen trotzdem durch den Schweiß von innen nass. Durch den Einsatz von Stahlseilen konnte die Brutwand nun gesichert werden. Die schon im vergangenen Jahr eingebauten zwei Brutröhren für den Eisvogel waren abgesackt und somit unbrauchbar geworden. Sie wurden wieder installiert und dienen nun hoffentlich im kommenden Jahr als Brutplatz für unseren fliegenden Edelstein.

[image=17825]Eine zweite Gruppe beschäftigte sich damit, Pflanzen der Kanadischen Goldrute am kleinen Teich am Nehrkornweg auszureißen. Diese Pflanze gehört zu den invasiven Arten, die andere heimische Arten verdrängt, indem sie einen dichten Bestand bildet, der sich immer weiter ausbreitet. In mühevoller Handarbeit gelang es, auf etwa hundert Quadratmetern diese Pflanze zu beseitigen, da jeder Stängel einzeln herausgerissen werden musste, insgesamt weit mehr als tausend Exemplare. Entlang der Teichränder wurden auch noch Weiden geschnitten und junge Erlen herausgezogen, um zu verhindern, dass der Teich rasch zuwächst und verlandet. Weiterhin wurden am Nehrkornweg noch Äste und Büsche beseitigt, die in den Weg hineingewachsen waren und vor allem Fahrradfahrer erheblich behinderten, so dass ein gefahrloses Fahrradfahren teilweise nicht mehr möglich war.

Die dritte Gruppe zog mit Putzlappen und Anti-Graffiti-Spray los, um die Schautafeln zu reinigen, Moos und Algen zu entfernen und auch Graffitis zu beseitigen, die dort auf einige Scheiben gesprüht worden waren. Auf dem Weg von Tafel zu Tafel wurde gleichzeitig auch Müll aufgesammelt, der entlang der Wege "vergessen" worden war. Das Müllsammeln hat inzwischen Tradition, da es bei fast jeder Aktion durchgeführt wurde. Es zeigte sich dabei, dass die gesammelte Müllmenge in den vergangenen Jahren immer mehr abgenommen hat. Hier bewahrheitet sich wieder die Erkenntnis, dass dort, wo Müll liegt, immer mehr Müll dazu kommt, und dort, wo kein Müll liegt, auch kaum Müll abgelagert wird.

Nach fünf Stunden Arbeit endete die Aktion wie immer am Haus Entenfang mit einem gemeinsamen Essen, das traditionell der CDU-Ortsverband Wabe-Schunter spendiert. Nachdem alle Helfer satt waren, stellte sich heraus, dass auch die zahlreichen Mücken an diesem Tage nicht ohne Mahlzeit geblieben waren, wie Pusteln an Armen, Beinen und Kopf der Helfer bewiesen.


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