"Naturwunder 2026": Ausflugsziel im Harz erhält besondere Auszeichnung

Nicht weit von der Region entfernt findet sich mit der berühmten Teufelsmauer eine einzigartige Felsformation. Und dieser wurde nun eine besondere Ehre zuteil.

Die Teufelsmauer im Harzvorland zieht zahlreiche Besucher in ihren Bann.
Die Teufelsmauer im Harzvorland zieht zahlreiche Besucher in ihren Bann. | Foto: Pixabay

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Harz/Weddersleben. Die Teufelsmauer im Harz ist zum „Naturwunder des Jahres 2026“ gewählt worden. Bei der diesjährigen Naturwunderwahl der Heinz Sielmann Stiftung und des Deutschen Wanderverbandes setzte sich die markante Felsformation im nördlichen Harzvorland mit deutlichem Abstand an die Spitze, wie der HARZVERBAND e.V. in einer Pressemitteilung berichtet.



Insgesamt erhielt die Teufelsmauer 9.666 Stimmen und damit 30,46 Prozent aller abgegebenen Stimmen. Den zweiten Platz erreichten die Saalfelder Feengrotten in Thüringen mit 24,48 Prozent der Stimmen. Das Brenner Moor in Schleswig-Holstein sicherte sich mit 10,59 Prozent den dritten Platz. Insgesamt standen neun außergewöhnliche Naturlandschaften aus ganz Deutschland zur Wahl. In den vergangenen sieben Wochen beteiligten sich mehrere Tausend Menschen an der Abstimmung.

„Eine Anerkennung für unsere Region“


Beim Förderverein Teufelsmauer Weddersleben e.V., der die Teufelsmauer für die Wahl vorgeschlagen hatte, ist die Freude über das Ergebnis groß. Dirk Meisel, Vorsitzender des Fördervereins, erklärt: „Ich bin stolz, dass wir gemeinsam es geschafft haben, Naturwunder Deutschlands 2026 mit der Teufelsmauer zu werden. Dafür bedanke ich mich bei allen Unterstützern. Es zeigt uns, dass viele Menschen diese einzigartige Felsformation wertschätzen und die Natur genießen. Es ist eine Anerkennung für unsere Region und ebenso die Wertschätzung unserer Arbeit im Natur- und Landschaftsschutz.“

Der Förderverein Teufelsmauer Weddersleben e.V. setzt sich gemeinsam mit Partnern für den Erhalt und die Vermittlung der einzigartigen Felslandschaft ein. Die Teufelsmauer ist zudem ein prägender Bestandteil des UNESCO Global Geoparks Harz . Braunschweiger Land . Ostfalen und des Naturparks Harz. Beide Einrichtungen werden vom HARZVERBAND e.V. getragen. Sie engagieren sich dafür, die geologischen, landschaftlichen und ökologischen Besonderheiten der Region zu bewahren, zu vermitteln und für Besucherinnen und Besucher erlebbar zu machen.

Zusätzliche Sichtbarkeit


Carola Schmidt, Geschäftsführerin des HARZVERBANDs e.V.: „Die Teufelsmauer ist ein außergewöhnlicher Geotop, an dem Erdgeschichte, Natur und Kultur auf eindrucksvolle Weise zusammenkommen. Die Wahl zum Naturwunder 2026 verleiht diesem besonderen Ort bundesweit zusätzliche Sichtbarkeit und bietet damit auch Chancen, seine touristische Bedeutung für die Harzregion und das nördliche Harzvorland weiter zu stärken. Als HARZVERBAND tragen wir mit unserer Arbeit dazu bei, die geologischen und ökologischen Besonderheiten vor Ort anschaulich zu vermitteln und diesen einzigartigen Naturraum erlebbar zu machen. Die Auszeichnung ist zugleich eine Anerkennung des gemeinsamen Engagements für seinen Schutz und seine Vermittlung.“

Engagement vor Ort gewürdigt


„Die Teufelsmauer zeigt, was Naturkräfte über Jahrmillionen formen können: Wind und Wasser schufen hier eine der markantesten Felsformationen Mitteldeutschlands. Als Geotop wird hier Erdgeschichte im wahrsten Sinne begreifbar“, erklärt Carolin Ruh vom Vorstand der Heinz Sielmann Stiftung. Diese Verbindung aus geologischem Erbe und Naturerlebnis mache die Teufelsmauer verdient zum Naturwunder des Jahres. An die Gratulanten schließt sich auch Dirk Landau, Präsident des Deutschen Wanderverbands, an: „Wir gratulieren dem Förderverein Teufelsmauer Weddersleben e.V., der diesen Kandidaten ins Rennen geschickt hat. Gut markierte Wege und Besucherlenkung sorgen dafür, dass sich Naturerlebnis und der Schutz sensibler Bereiche nicht ausschließen. Dieses Engagement vor Ort wird mit dem Titel Deutschlands Naturwunder 2026 gewürdigt.“

80 Millionen Jahre Erdgeschichte


Die Teufelsmauer gehört zu den markantesten Landschaftselementen des nördlichen Harzvorlandes. Die rund 80 Millionen Jahre alten Sandsteinfelsen zählen zu den bedeutenden Geotopen Deutschlands. Tektonische Hebungen sowie die über Jahrmillionen wirkenden Kräfte von Wind und Wasser formten die heute weithin sichtbaren Felszüge. Die nährstoffarmen Böden und besonderen Standortbedingungen schaffen Lebensräume für spezialisierte Pflanzenarten. Auch Tiere wie Wanderfalken, Fledermäuse, Zauneidechsen und Schlingnattern finden zwischen den Felsen wertvolle Rückzugsräume.

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