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Neuer Kreisel am Södeweg - Zu gefährlich für Radfahrer?



Wolfenbüttel

Neuer Kreisel am Södeweg - Zu gefährlich für Radfahrer?

von Nick Wenkel


Hier soll das neue Wohnquartier entstehen. Foto: Archiv/Pixabay/Nick Wenkel
Hier soll das neue Wohnquartier entstehen. Foto: Archiv/Pixabay/Nick Wenkel

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Wolfenbüttel. Für reichlich Gesprächsstoff sorgte die geplante verkehrliche Erschließung des Wohnbaugebietes Am Södeweg am vergangenen Dienstag in der Sitzung des Bauausschusses. Kritikpunkt hier war die Radverkehrsführung am geplanten Kreisel im neuen Wohnquartier.



Vorgesehen ist es die Radfahrer, die aus Ahlum kommend in Richtung Schweigerstraße fahren wollen, von der linken Seite der Fahrbahn auf die rechte zu führen. Dies erfolgt über eine Verkehrsinsel, von der die Radler dann direkt in den fließenden Verkehr geführt werden sollen.

Als „unglaublich technisch durchdacht" bewertete Stefan Brix, Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, die vorgesehene Verkehrsregelung. Für ihn sei es „an der Realität vorbei", dass die Radfahrer nach Überqueren der Straße sofort in den fließenden Straßenverkehr geführt werden. Auch die SPD, mit dem Ausschussvorsitzenden Uwe Kiehne, bewertete diese Lösung als „äußerst unglücklich" und befürchtet gefährliche Situationen für die Radfahrer. Kiehne: „ Ich habe dabei große Bauchschmerzen, da die Geschwindigkeit der Fahrzeuge leider nicht unbedingt immer eingehalten wird".



Der Zebrastreifen und die Querungshilfe sind nur wenige Meter voneinander entfernt. Plan: Stadt Wolfenbüttel/Nick Wenkel Foto:


Aus dem Stand in den fließenden Verkehr



Thilo Neumann. Foto: Thorsten Raedlein




Zustimmung bekam der Ausschussvorsitzende von Bürgermitglied Thilo Neumann, der auch gleichzeitig auch im Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club Wolfenbüttel (ADFC) aktiv ist. Er kritisierte, dass Fahrradfahrer quasi aus dem Stand in den fließenden Verkehr geführt werden, ohne Möglichkeit sich fließend einzufädeln. Er schlug daher vor, entsprechende Schutzstreifen in der verkehrlichen Erschließung zu berücksichtigen. Diese sollen etwa zehn Meter vor dem Kreisel beginnen und so zumindest beim Einfädeln für die Sicherheit der Radfahrer zu sorgen.

Zebrastreifen statt Querungshilfe?



Stefan Brix. Foto: Sophie Gittermann



Abzuwarten bleibt, ob sich die Radfahrer dann auch wirklich an dieser geregelten Verkehrsführung halten oder wie Stefan Brix befürchtet einfach den Zebrastreifen am Kreisel benutzen. Brix: „Die Vermutung liegt nahe, dass Radfahrer den Zebrastreifen benutzen werden und nicht die Querungshilfe.

Unter der Berücksichtigung, dass entsprechende Schutzstreifen in der Planung aufgenommen werden, stimmte der Bauausschuss der präsentierten verkehrlichen Erschließung zu und gab somit seine Empfehlung für den Rat der Stadt Wolfenbüttel, der am kommenden Mittwoch tagt.

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