Niedersachsen erwartet niedrigsten Stand bei Flüchtlingen seit 15 Jahren

Der Rückgang bei den Flüchtlingszahlen setzt sich in Niedersachsen weiter fort. Das Land erwartet für dieses Jahr den niedrigsten Stand seit 15 Jahren.

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Symbolfoto | Foto: via dts Nachrichtenagentur

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Region. Die Zahl der Menschen, die in Niedersachsen Schutz suchen, ist deutlich zurückgegangen. Nach Angaben des Niedersächsischen Ministeriums für Inneres, Sport und Digitalisierung zeichnet sich damit der niedrigste Stand seit 15 Jahren ab.



Bis zum 4. Oktober wurden in diesem Jahr landesweit 5.059 Schutzsuchende registriert. Für die kommenden sechs Monate – von Oktober 2026 bis einschließlich März 2027 – rechnet das Land mit rund 6.000 Menschen, die auf die niedersächsischen Kommunen verteilt und dort untergebracht und versorgt werden sollen.

Deutlicher Rückgang seit 2024


Damit setzt sich der Rückgang der vergangenen Jahre deutlich fort. 2024 hatten noch rund 18.700 Menschen in Niedersachsen einen Asylantrag gestellt, 2025 waren es rund 9.800.

Der europa- und bundesweite Trend rückläufiger Asylantragszahlen hat sich nach Angaben des Ministeriums auch 2026 fortgesetzt und ist damit in Niedersachsen deutlich erkennbar. Zugleich verweist das Land darauf, dass die Städte und Gemeinden in den vergangenen Jahren unter hohem Druck zusätzliche Unterkünfte für Geflüchtete schaffen mussten.

Rund 1.100 Schutzsuchende für die Region


Für die Region sieht die Prognose des Landes insgesamt 1.114 Schutzsuchende vor, die in den kommenden sechs Monaten aufgenommen, untergebracht und versorgt werden sollen.

Das neue Gesamtverteilkontingent dient den Kommunen als Orientierung für den Zeitraum bis Ende März 2027. Die tatsächlichen Zugangs- und Verteilungszahlen können sich nach Angaben des Landes jederzeit verändern.

Land hält an Ausbau der Erstaufnahme fest


Trotz des aktuellen Tiefstands will Niedersachsen seine Kapazitäten für die Erstaufnahme weiter ausbauen. Hintergrund ist nach Angaben des Landes die weiterhin angespannte weltpolitische Lage. Kriege und Krisen könnten jederzeit neue Fluchtbewegungen auslösen.

Zudem arbeitet Niedersachsen gemeinsam mit dem Bund und den anderen Ländern an der Umsetzung des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS), das unter anderem eine fairere Verteilung von Schutzsuchenden innerhalb der Europäischen Union ermöglichen soll.