IG Metall fordert neuen Kurs für die Industrie in Sachsen-Anhalt

Rund 80 Tage vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat die IG Metall einen neuen industrie- und sozialpolitischen Kompass für das Land gefordert.

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Stahlproduktion (Archiv)
Stahlproduktion (Archiv) | Foto: Über dts Nachrichtenagentur

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Magdeburg. Rund 80 Tage vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat die IG Metall einen neuen industrie- und sozialpolitischen Kompass für das Land gefordert. Auf ihrer Bezirkskonferenz in der Magdeburger Hyparschale verabschiedeten die Delegierten eine entsprechende Resolution, wie der Bezirk Niedersachsen und Sachsen-Anhalt am Freitag mitteilte.


Die Gewerkschaft reagiert damit auf die Stimmung vieler Menschen, die den Wandel zunehmend als Belastung empfänden. Bezirksleiter Thorsten Gröger betonte, dass die Menschen spüren müssten, dass Politik ihr Leben verbessere. „Wenn Politik vor allem erklärt, warum etwas nicht geht, verlieren Menschen Vertrauen“, sagte er. Die IG Metall fordert unter anderem einen landeseigenen Transformationsfonds, um Betriebe in schwierigen Phasen zu unterstützen. Öffentliche Förderung müsse an klare Bedingungen wie Tarifverträge und Standortzusagen geknüpft sein.

Zudem brauche das Land eine Qualifizierungsoffensive mit einem Ausbildungsfonds und modernen Berufsschulen. Die Gewerkschaft spricht sich zudem gegen eine Politik neuer Zumutungen für Beschäftigte aus. Debatten über eine Rente mit 70 oder längere Arbeitszeiten seien der falsche Weg. „Wer Beschäftigte immer weiter belastet, löst weder den Fachkräftemangel noch die Investitionsschwäche“, so Gröger.

Stattdessen müsse der Sozialstaat gestärkt werden, unter anderem durch eine stärkere Beteiligung großer Vermögen an der Finanzierung des Gemeinwesens.

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