Hannover. Die IG Metall Niedersachsen und Sachsen-Anhalt hat nach den zweiten Tarifverhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie das vorgelegte Arbeitgeberangebot als unzureichend bewertet und Warnstreiks ab 1. November angekündigt. Jan Mentrup vom IG-Metall-Bezirk Niedersachsen und Sachsen-Anhalt teilte mit, dass die zweite Runde im Tarifgebiet Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim an diesem Freitagvormittag die letzte Chance der Arbeitgeber sei, noch rechtzeitig einzulenken.
Andernfalls seien Warnstreiks ab 1. November offenbar unausweichlich.
In den Tarifverhandlungen haben die Arbeitgeber erstmals ein Angebot vorgelegt. Es sieht nach Gewerkschaftsangaben eine Einmalzahlung Mitte 2027 unter Vorbehalt sowie 1,3 Prozent mehr Geld erst ab 1. Juli 2028 vor; der Tarifvertrag soll 26 Monate laufen.
Zusätzlich verlangen die Arbeitgeber mehr Abweichungen nach unten und wollen über Krankenstände reden. Die IG Metall spricht von einer Minusrunde und verweist auf eine Inflation von zuletzt 3,3 Prozent.
Die Einmalzahlung entspreche einem Prozent des durchschnittlichen Jahreseinkommens im jeweiligen Tarifgebiet und sei nicht in jedem Betrieb sicher.
Die Friedenspflicht endet am 31. Oktober. Ab 1. November ruft die IG Metall zu Warnstreiks auf.
Bezirksleiter Thorsten Gröger erklärte laut Flugblatt: "Die Arbeitgeber haben sich bewegt, aber nur in Trippelschritten. Eine Einmalzahlung unter Vorbehalt und 1,3 Prozent im Sommer 2028 sind eine Minusrunde mit Ansage."
Die Gewerkschaft will nach eigenen Angaben den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen und ruft die Mitarbeiter auf, sich an Aktionen vor Ort zu beteiligen.
IG Metall kündigt ab 1. November Warnstreiks in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt an
Die IG Metall Niedersachsen und Sachsen-Anhalt hat nach den zweiten Tarifverhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie das vorgelegte Arbeitgeberangebot als unzureichend bewertet und Warnstreiks ab 1. November angekündigt.
Stahlproduktion (Archiv) | Foto: Über dts Nachrichtenagentur
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