Hannover. Angesichts verheerender Waldbrände in Europa ruft das niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz zu besonderer Vorsicht mit offenem Feuer auf. Vom 1. März bis 31. Oktober sind Feuer und Rauchen in Wäldern und waldnahen Bereichen verboten.
Fahrzeuge mit heißen Anbauteilen wie Katalysatoren dürfen nicht auf unbefestigten Untergründen abgestellt werden, teilte das Ministerium am Donnerstag mit.
Forstministerin Miriam Staudte betonte die Notwendigkeit von Vorbereitung und Prävention: „Die Ausmaße der Waldbrände in Europa sind erschütternd.“ Das Land treibe den Waldumbau zu weniger schnell entflammbaren Laubwäldern voran. Zudem werde das automatisierte Waldbrandfrüherkennungssystem (AWFS) ausgebaut.
Rund 450.000 Euro stehen in diesem und im vergangenen Jahr für die Modernisierung und Erweiterung bereit, unter anderem durch neue Standorte in Alt Garge (Landkreis Lüneburg) und Rosengarten (Landkreis Harburg). Das System umfasst derzeit etwa 20 Kamera- und Sensoreinheiten an 18 Standorten und überwacht 440.000 Hektar Fläche im nordöstlichen Niedersachsen.
Ministerin Staudte übergab im Februar 60 Löschrucksäcke mit Waldbrandwerkzeugen an Kreisfeuerwehrverbände. Bereits 2024 hatte das Ministerium 51 Skid-Units für schnelle Löscheinsätze beschafft.
Parallel überarbeiten die waldbrandgefährdeten Landkreise ihre Waldbrandschutzpläne.
Der präventive „Notfall-Monitor Niedersachsen“ informiert bereits ab der zweithöchsten Waldbrandgefahrenstufe. Für Anfang November 2026 ist die länder- und ressortübergreifende Krisenmanagementübung LÜKEX geplant, die erstmals eine außergewöhnliche Hitze- und Dürrelage simuliert.
Aus Niedersachsen beteiligen sich die zuständigen Ministerien für Inneres, Gesundheit, Umwelt, Landwirtschaft und Verkehr.
Niedersachsen warnt vor Waldbrandgefahr und baut Prävention aus
Angesichts verheerender Waldbrände in Europa ruft das niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz zu besonderer Vorsicht mit offenem Feuer auf.
Hinweis auf Waldbrandgefahr (Archiv) | Foto: Über dts Nachrichtenagentur
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