Osnabrück. Das Volkswagen-Werk in Osnabrück soll verkauft werden. Man habe sich am Montag mit dem Land Niedersachsen und Aurelius Capital über den möglichen Verkauf der Volkswagen Osnabrück GmbH verständigt, teilte der Mutterkonzern mit.
Ziel dieser Transaktion sei es, den Standort langfristig zu erhalten.
Der Plan sieht demnach vor, dass Aurelius als Mehrheitseigentümer gemeinsam mit dem Land Niedersachsen die Volkswagen Osnabrück GmbH übernehmen.
Aurelius und das Land Niedersachsen planen, den Standort in den kommenden Jahren zu einem "Kompetenzzentrum für Sicherheits- und Verteidigungslösungen" weiterzuentwickeln. Als erstes Ankerprojekt ist eine Zusammenarbeit mit Rafael Advanced Defense Systems vorgesehen, bei der es um die mögliche Fertigung von Systemen und Komponenten für Luftverteidigungssysteme für Deutschland und Europa geht.
Die Belegschaft in Osnabrück soll beim Aufbau der Fertigung eine "zentrale Rolle" übernehmen.
Volkswagen hatte bereits 2024 entschieden, die Fahrzeugfertigung am Standort Osnabrück im Sommer 2027 auslaufen zu lassen. Das Unternehmen will den Übergang in die neue Gesellschaftsstruktur nach eigenen "begleiten" sowie "seine industrielle Erfahrung, seine Kompetenz in Entwicklung und Industrialisierung sowie die vorhandene Infrastruktur in den weiteren Prozess einbringe".
"Mit dieser Vereinbarung eröffnen wir Osnabrück eine echte industrielle Chance", sagte Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies (SPD).
Der Standort verfüge über hervorragend qualifizierte Beschäftigte, gewachsene Strukturen und viel Erfahrung bei anspruchsvollen Aufgaben. "Zugleich hat sich unsere Sicherheitslage und unser Schutzbedürfnis grundlegend verändert."
Deutschland und Europa müssten ihre Fähigkeiten stärken und unabhängiger werden. "Niedersachsen will dazu beitragen, dass daraus Wertschöpfung und sichere Beschäftigung entstehen. Osnabrück kann dabei eine wichtige Rolle übernehmen."
Volkswagen will Werk in Osnabrück verkaufen
Das Volkswagen-Werk in Osnabrück soll verkauft werden.
Volkswagen (Archiv) | Foto: Über dts Nachrichtenagentur
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