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Obst und Fleisch kostet mehr, Benzinpreise stark gesunken

In Niedersachsen wurden Tabakwaren und Spirituosen teurer.

Symbolbild.
Symbolbild. Foto: Marc Angerstein

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28.05.2020

Region. Wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) auf Basis vorläufiger Ergebnisse mitteilt, erhöhten sich die Verbraucherpreise in Niedersachsen im Mai um 0,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Zuletzt gab es eine Inflationsrate von 0,5 Prozent zum Vorjahresmonat im September 2016. Im April lag die Inflationsrate bei 0,8 Prozent. Die Preise für Obst und Fleischwaren sind erheblich gestiegen. Durch einen erhöhten Preis von Tabakwaren und Spirituosen sind Genussprodukte generell im Preis gestiegen. Auffällig ist, dass Preise im Bereich "Verkehr" stark zurückgegangen sind. Das äußert sich vor allem beim Benzin- und Dieselpreis.


Die deutlichsten Preisanstiege gab es im Mai 2020 im Vergleich zum Mai 2019 in den Abteilungen "Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke" (+3,8 Prozent), "Andere Waren und Dienstleistungen" (+2,8 Prozent) sowie "Alkoholische Getränke und Tabakwaren" (+2,7 Prozent). In der Abteilung "Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke" mussten die Verbraucherinnen und Verbraucher unter anderem für Obst (+10,9 Prozent) sowie für Fleisch und Fleischwaren (+8,4 Prozent) mehr bezahlen. Ursächlich für den Preisanstieg in der Abteilung "Alkoholische Getränke und Tabakwaren" waren unter anderem die Preisentwicklungen bei Tabakwaren (+4,4 Prozent) und Spirituosen (+1,5 Prozent). Zu der Abteilung "Andere Waren und Dienstleistungen" gehören unter anderem die Friseurdienstleistungen, deren Preise sich im Vergleich zum Vorjahresmonat um 6,2 Prozent erhöhten.

Preise für Benzin und Diesel stark gesunken


Im Mai 2020 gab es gegenüber dem Mai 2019 deutliche Preisrückgänge in der Abteilung "Verkehr" (-4,4 Prozent). In diesem Bereich wurden insbesondere die Preise für Kraft- und Schmierstoffe für Fahrzeuge günstiger (-19,2 Prozent; darunter Benzin: -20,0 Prozent, Dieselkraftstoff: -18,2 Prozent). Zudem sanken die Preise von Heizöl (-27,3 Prozent) in der Abteilung "Wohnung, Wasser, Strom, Gas und andere Brennstoffe". Die Inflationsrate im Mai hätte ohne die Berücksichtigung der Preise von Kraftstoffen und Heizöl bei 1,5 Prozent gelegen.

Der Einfluss der Coronakrise zeigte sich vor allem an den gestiegenen Preisen für Obst infolge von Ernte- als auch von Logistikproblemen. Es ist davon auszugehen, dass die Preisanstiege in der Friseurbranche auf die neuen Hygienevorschriften zurückzuführen sind. Gleichzeitig sorgte die Coronakrise weiterhin für eine deutlich gesunkene Nachfrage nach Kraftstoffen. Daraus resultierten sinkende Preise in diesem Bereich.

Insgesamt gingen die Verbraucherpreise im Vergleich zum Vormonat April 2020 um -0,1 Prozent zurück.


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