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Offener Brief der Bürgermeister und Landräte für Weltoffenheit



Offener Brief der Bürgermeister und Landräte für Weltoffenheit


Die Bürgermeister und Landräte der Region treten in einem offenen Brief für eine weltoffene Region ein.

Symbolbild: pixabay
Die Bürgermeister und Landräte der Region treten in einem offenen Brief für eine weltoffene Region ein. Symbolbild: pixabay Foto: pixabay

Region. In einem offenen Brief rufen die Bürgermeister und Landräte der Region dazu auf für "eine friedliche, weltoffene Region - für Freiheit, für soziale Sicherheit, für Demokratie und für eine offene Gesellschaft" einzutreten. Damit wollen die Spitzenbeamten ein Zeichen für diese Werte in der Region einzutreten. regionalheute.de veröffentlicht den Brief ungekürzt und unkommentiert.



Als Hauptverwaltungsbeamte unserer Region betrachten wir mit einiger Sorge die aktuelle Entwicklung unserer Gesellschaft und das Auseinanderdriften von gesellschaftlichen Gruppen. Insbesondere das Erstarken völkisch-nationalistischer Kräfte verändert das gesellschaftliche Klima dramatisch – und dies auch in unserer Region, die seit langem für Liberalität, Internationalität und gesellschaftlichen Zusammenhalt steht.

Wir wollen gemeinsam ein kraftvolles Zeichen FÜR diese Werte in unserer Region setzen!



Unsere reiche Kunst- und Kulturszene lebt von Weltoffenheit und Toleranz ebenso wie die internationalen Unternehmen und unsere herausragende Wissenschafts- und Forschungslandschaft. Diese kulturellen Schätze werden wir weiterhin gemeinsam pflegen und verteidigen.


Wenn wir eine freie, offene Gesellschaft wollen, müssen wir aktiv für sie eintreten. Wir dürfen nicht zulassen, dass sich Teile der Gesellschaft ideologisch einmauern und gegenseitig blockieren. 30 Jahre nach dem Mauerfall dürfen wir keine neuen Mauern in den Köpfen errichten. Demokratie lebt von offenem Diskurs, Kompromiss und klaren rechtsstaatlichen Regeln.

Die Grundwerte unserer Gesellschaft basieren auf Freiheit, gegenseitigem Respekt und Toleranz. Letztlich geht es um das Menschenbild unserer Gesellschaft, deren oberste Maxime lautet: „Die Würde des Menschen ist unantastbar“.


Es geht darum, Haltung zu zeigen:

  • Für die Gleichberechtigung aller Menschen;

  • Für ein friedliches Miteinander in diesem Land – unabhängig von Herkunft,
    Hautfarbe oder Religion;

  • Für die Freiheit, die eigene Meinung zu vertreten und sich mit denen, die
    anderer Meinung sind, friedlich auseinander zu setzen;

  • Für politischen Diskurs und Kompromissbereitschaft;

  • Für einen freien Journalismus in Recherche und Berichterstattung auf allen
    Ebenen;

  • Für den fairen, respektvollen Umgang miteinander, in der realen Welt ebenso
    wie im „Netz“.


Wir brauchen eine gesamtgesellschaftliche Debatte über die Verantwortung eines jeden Einzelnen für die Demokratie und den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Je mehr Menschen sich zu Demokratie, Toleranz und Menschenwürde bekennen, desto mehr stärkt das auch in politisch schwierigen Zeiten unsere Gesellschaft und unser Land. Unsere Demokratie und die damit verbundenen Werte des Grundgesetzes sind die bedeutendsten Errungenschaften der Bundesrepublik Deutschland. Sie gilt es zu stärken und – wo nötig – zu verteidigen.

Für Braunschweig unterschrieb:

Oberbürgermeister Ulrich Markurth (SPD)

Für Wolfsburg unterschrieb:

Oberbürgermeister Klaus Mohrs (SPD)

Für Salzgitter unterschrieb:

Oberbürgermeister Frank Klingebiel (CDU)

Für Goslar unterschrieben:

Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk (CDU) und Landrat Thomas Brych (parteilos)

Für Wolfenbüttel unterschrieben:

Bürgermeister Thomas Pink (BUW) und Landrat Christiana Steinbrügge (SPD)

Für Gifhorn unterschrieben:

Bürgermeister Matthias Nerlich (CDU) und Landrat Andreas Ebel (CDU)

Für Helmstedt unterschrieben:

Bürgermeister Wittich Schobert (CDU) und Landrat Gerhard Radeck (CDU)

Für Peine unterschrieben:

Bürgermeister Klaus Saemann (SPD) und Landrat Franz Einhaus (SPD)


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