Antrag: Entwurf zum Schlossplatz soll nicht umgesetzt werden

von Robert Braumann


Visualisierung Schlossplatz Stadt Wolfenbüttel. Quelle: Büro Mann Fulda
Visualisierung Schlossplatz Stadt Wolfenbüttel. Quelle: Büro Mann Fulda



Wolfenbüttel. Rudolf Ordon, FDP, ist weiterhin gegen eine Umsetzung des Siegerentwurfes zum Schlossplatz (regionalHeute.de berichtete). Er stellt zur nächsten Bauauschuss-Sitzung einen Antrag, der fordert diesen vorerst nicht zu verfolgen.

Die vorgesehene Verkehrsführung würde nicht den Bedürfnissen der Mitarbeiter und –besucher der HAB entsprechen. Der herausragenden Bedeutung der Bibliothek als kulturellem Zentrum der Stadt und der Region würde die vorgesehene Umgestaltung zuwiderlaufen, so Ordon. Er sagt: "Der Siegerentwurf zur Neugestaltung des Schlossplatzes sieht eine Verkehrsführung parallel zum Zeughaus sowie die Öffnung der Straße zwischen Zeughaus und den Häusern am östlichen Teil des Platzes vor.

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Rudolf Ordon. Foto: Max Förster



Eine Straßenführung unmittelbar am Zeughaus vorbei ignoriert, dass sich dort Leseräume und Arbeitsräume der Herzog-August-Bibliothek befinden, die durch die Verlagerung des Verkehrslärms von der Mitte des Platzes hin zum Zeughaus hierfür nicht mehr zu benutzen sein werden. Schließlich führen dann mehrere Buslinien so nah an diesem Gebäude vorbei, dass es auch unter den Erschütterungen des Verkehrs leiden müsste. Die Öffnung der Sackgasse vor der östlichen Häuserzeile, die zurzeit nur als Parkplatz dient, würde das Zeughaus von der gegenüberliegenden Häuserzeile, die zur Bibliothek gehört, trennen und die Bewohner unnötigem Straßenlärm des Durchgangsverkehrs aussetzen. Diese Überlegungen werden von der Bibliotheksführung geteilt."

Änderung nicht sinnvoll


Eine Verlegung der derzeitigen diagonalen Straßenführung direkt am Eingang vom Schloss vorbei und dann in Richtung des ehemaligen Hertie-Gebäudes verbiete sich schon deshalb, weil dann die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums im Schloss durch den Verkehr gefährdet werden könnten. So bleibe nur der Schluss, dass aus diesen Gründen eine Änderung des derzeitigen Straßenverlaufs nicht sinnvoll sei.


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