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"Päckchen für Braunschweig": Weihnachtsgeschenke für bedürftige Kinder gesucht



Braunschweig

"Päckchen für Braunschweig": Weihnachtsgeschenke für bedürftige Kinder gesucht

Junge Ehrenamtliche setzen sich für bedürftige Kinder der Löwenstadt ein. Helfen kann jeder.

von Martin Laumeyer


Ania Cichy und Julia Swiatkowski von Päckchen für Braunschweig.
Ania Cichy und Julia Swiatkowski von Päckchen für Braunschweig. Foto: Martin Laumeyer

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Braunschweig. Die Weihnachtszeit, das Fest der Kinder, steht vor der Türe. Doch nicht alle können sich auf Geschenke freuen, da sie in schwierigen Verhältnissen aufwachsen. Um diesen Kindern und Jugendlichen trotzdem eine Freude machen zu können, hat sich der Verein "Päckchen für Braunschweig" das Ziel gesetzt, jedem bedürftigen Kind eine Kleinigkeit vorzubereiten und zukommen zu lassen.



Dafür sind die Ehrenamtlichen aber vor allem auf Sachspenden angewiesen, die wie beim Weihnachtsmann in einem Lager zwischengelagert sind. regionalHeute.de hat diesem weihnachtlichen Lager und den jungen Ehrenamtlichen im westlichen Ringgebiet einen Besuch abgestattet.

Julia Swiatkowski ist Vorsitzende des Vereins, den sie mit 15 Jahren selbst gegründet hat. Die heute 19-jährige Schülerin wollte damit die Aktion "Päckchen für Braunschweig“ am Leben erhalten, die bereits vorher vom AStA der TU organisiert wurde. "Ich habe in meiner Kindheit selbst Päckchen gepackt und habe mich in die Aktion verliebt. Als ich erfuhr, dass sie eingestellt werden sollte, habe ich sie dann übernehmen wollen", erklärt Siwatkowski. Der Sinn der damaligen Aktion sei nicht verändert worden, allerdings die Struktur dahinter. Mit dem Verein sei man breiter aufgestellt. Anfangs standen ihr zwei Unternehmen zur Seite, die mit der Lagerung der Päckchen und der Logistik geholfen haben. Danach folgten Aufgaben, wie das Schreiben einer Satzung, das Akquirieren von Sponsoren und Spenden oder das Rekrutieren neuer Mitglieder. "Aber das war nicht schwierig, da ich selbst auch anderweitig ehrenamtlich aktiv bin, wie im Deutsch-Polnischen-Hilfsverein", so die 19-Jährige. Im ersten Jahr wurden 1.600 und 2020 3.600 Päckchen gespendet. Dieses Jahr erwarte man sogar 3.800.



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Die Geschenke kommen von unterschiedlicher Seite. So könnten Privatpersonen, aber auch etwa Unternehmen dem unabhängigen Verein spenden. Neben den 15 Ehrenamtlichen, die selbst zumeist Schüler und fest in der Organisation eingebunden seien, gebe es zahlreiche Helfer und Organisationen, die dem Verein eine helfende Hand reichen. Denn für die Ehrenamtlichen bedeutet das Projekt viel Arbeit, dessen Organisation bereits in den Sommerferien beginne, aber: "Es geht viel Freizeit drauf, aber trotzdem kriegt man das hin, hier ein paar Stunden zu opfern. Wir sind alle Freunde und freuen uns, uns dann hier zu sehen", berichtet Swiatkowski.

Eine Anleitung zum richtigen Sortieren.
Eine Anleitung zum richtigen Sortieren. Foto: Martin Laumeyer


Mithilfe der Organisationen und Institutionen werden Listen der zu beschenkenden, anonymen Kinder zusammengestellt: "Wir wissen nur in welcher Organisation sie sind und welches Geschlecht und Alter sie haben“. Danach werden auch die Päckchen sortiert. Für die richtige Einordnung in Alter und Geschlecht gibt es auch eine kleine Hilfe auf den Tischen des Lagerraumes.

Wie sollen die Geschenke aussehen?


Julia Swiatkowski mit einem Päckchen.
Julia Swiatkowski mit einem Päckchen. Foto: Martin Laumeyer


Die Geschenke sollen neuwertig und unter einem Wert von 15 Euro bleiben. An fünf Annahmestellen können diese abgegeben werden und kommen dann in die Zentrale, in der sie nochmal begutachtet werden, bevor sie in kindliche Hände kommen. Denn für die Päckchen gilt eine gewisse Qualität, die erfüllt werden muss. So dürfen keine zerbrechlichen Sachen oder schnell schlecht werdendes Essen, wie Obst, gespendet werden. Auch müssen die Geschenke altersgerecht sein. Die Zielgruppe reicht dabei von 0 bis 18 Jahren. "Wenn es stinkt, kaputt ist oder nicht im guten Zustand, wird es nicht weiter verschenkt. Ansonsten geht hier alles raus", erklären die Vorsitzende und ihre Kollegin Ania Cichy.

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"Wir hatten schonmal Malbücher, die bereits bemalt wurden, Bücher mit Signaturen, Alkohol, Kondome oder sogar benutztes Make-up. Da geht nicht. Kinder sollen sich an Weihnachten über etwas Neues freuen. Bücher oder Spielzeuge, die nur einmal benutzt worden, schmeißen wir aber natürlich nicht weg. Wir achten aber stark auf Hygiene", so Swiatkowski weiter. Sollten noch Päckchen übrig bleiben, werden sie in Kinderstationen hiesiger Krankenhäuser gebracht. Weitere Informationen, auch zu den Päckchen-Vorgaben, sind auf der Internetseite des Vereins zu finden.


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