Abbensen/Peine. Der Wasserverband Peine setzt seinen nachhaltigen Infrastrukturausbau in der Region fort. Ab der 5. Kalenderwoche beginnen Modernisierungsarbeiten im Trinkwassernetz in Abbensen. Dies teilt der Wasserverband Peine mit.
„Wir erneuern hier rund einen Kilometer Rohrleitungen im Ortsnetz in den sechs Straßenzügen Maschtorkamp, Am Maschende, Gartenstraße, Im Winkel, Hirtenreihe und Mühlenstraße“, kündigt der Verband an. Den Auftrag führe die Fachfirma Singbeil Bau aus. Rund drei Monate würden die Planer für den Einbau der neuen Leitungen planen. Der Verband investiere rund 470.000 Euro in diese nachhaltig wirkende Baumaßnahme.
In Abbensen werden Rohrleitungen aus den 50er Jahren durch moderne Kunststoffleitungen ersetzt. „Während der jahrzehntelangen Nutzung haben sich im Innern der Rohre durch natürliche Ablagerungen, etwa durch gelöste Eisenpartikelchen, sogenannte Inkrustationen, gebildet. Diese verringern zum einen den Rohrdurchmesser und damit den Durchfluss, zum anderen erhöhen Sie die Möglichkeit von Trübungen. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt zum Austausch. Damit sichern wir die gute Trinkwasserversorgung für die kommenden Jahrzehnte“, erläutern die Verbandsplaner den Hintergrund der Maßnahme. Sie sei Teil des Prioritätenprogramms, das die Investitionen nach Netzalter und Zustand der Rohrleitungen steuert. Mit dieser Infrastrukturmaßnahme werde ein Projekt des Wirtschaftsplans 2020 nun umgesetzt. Die Arbeiten beginnen im Bereich Maschtorkamp und Am Maschende.
Kaum Einschränkungen dank Bauverfahren
Die Planer hätten die Einschränkungen für den Verkehr und die Anwohner so gering wie möglich gehalten. Die Trinkwasserversorgung ist auch während der Bauphase über das bestehende Leitungssystem gesichert. Lediglich beim Umschluss an den neuen Leitungsverlauf müsse die Versorgung kurzzeitig unterbrochen werden. Die Anlieger werden darüber von der Baufirma vorab informiert, sodass man sich darauf einstellen könne. Der Anliegerverkehr werde während der Bauphase aufrechterhalten.
Die Fachfirma könne die neuen Leitungen im sogenannten grabenlosen Verfahren verlegen. Dabei wird zwischen einzelnen Baugruben gearbeitet, an der der Verkehr in der Regel vorbeigeführt werden kann. Die Leitung wird computergesteuert in den jeweiligen Abschnitten eingezogen. „Damit sparen wir einen großflächigen Straßenaufbruch. Das minimiert die Bodenarbeiten und damit auch die Kosten. Zudem entstehen kaum Einschränkungen für den Verkehr“, erläutern die Bauplaner des Verbands.

