Hohenhameln. In der Nacht zum heutigen Mittwoch wurde die Ortsfeuerwehr Hohenhameln gegen 2 Uhr zu einem Brand an einem Wohngebäude alarmiert. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte brannte die Holzfassade eines Hauses im Bereich des Kaminrohres. Die vier Personen im Gebäude hatten es bereits eigenständig und unverletzt verlassen. Somit waren keine Personen mehr in Gefahr. Das berichtet die Feuerwehr in einer Pressemitteilung.
Zur Brandbekämpfung gingen zunächst zwei Trupps unter Atemschutz mit zwei C-Rohren vor. Der Löschangriff erfolgte sowohl im Erdgeschoss als auch im Obergeschoss. Im weiteren Verlauf wurden die Ortsfeuerwehren Ohlum und Harber alarmiert, um dem erhöhten Personalbedarf, insbesondere an Atemschutzgeräteträgern gerecht zu werden.
Wärmebildkameras im Einsatz
Das Gebäudeinnere im Obergeschoss blieb weitestgehend rauchfrei. Zur Kontrolle möglicher Wärmequellen kamen Wärmebildkameras im Innenbereich sowie über den Korb der hinzualarmierten Drehleiter aus Hämelerwald (Region Hannover) zum Einsatz. Dabei wurden jedoch nur Temperaturen von bis zu 60 Grad festgestellt und gezielt nachkontrolliert. Die Zusammenarbeit mit den Hämelerwalder Kräften verlief, wie gewohnt, sehr erfolgreich.
Im weiteren Einsatzverlauf wurde die Ortsfeuerwehr Mehrum mit zusätzlichen Atemschutzgeräteträgern nachgefordert, da die Wände mit Glaswolle gedämmt waren und versteckte Glutnester gezielt abgelöscht werden mussten. Die Holzfassade wurde mittels Motorsäge und Brechwerkzeug geöffnet, was schwere Arbeit unter Atemschutz für die Einsatzkräfte bedeutete. Insgesamt waren 14 Einsatzkräfte unter Atemschutz im Einsatz und zeitweise über 50 Kräfte vor Ort.
Parallel baute die Ortsfeuerwehr Clauen das Modul „Einsatzstellenhygiene“ auf, um betroffene Kameraden zu dekontaminieren. Die im vergangenen Jahr gegründete Gemeindeeinheit arbeitete zuverlässig und zeigte, wie gut die Abläufe funktionieren und wie wichtig das Thema Einsatzstellenhygiene für die Sicherheit der Feuerwehrleute ist.
Ein Rettungswagen befand sich vorsorglich an der Einsatzstelle. Zusätzlich wurde ein Schornsteinfeger hinzugezogen, um den betroffenen Schornsteinbereich fachlich zu überprüfen. Nach dem Ablöschen des Feuers wurden letzte Glutnester freigelegt und vollständig abgelöscht. Abschließend wurden die Innenräume mit Lüftern entraucht.
Nach über drei Stunden konnte der Einsatz gegen 5:30 Uhr beendet werden. Dank des schnellen und koordinierten Eingreifens der Einsatzkräfte entstand kein Personenschaden.

