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Wolfenbüttel: Oesterhelweg noch immer empört über Diskriminierung von Keksen



"Geht´s noch?" Oesterhelweg noch immer empört über Diskriminierung von Keksen

Dem CDU-Landesverband-Vorsitzenden geht die Diskussion auf den Keks.

von Anke Donner


Frank Oesterhelweg ist noch immer empört über die Bahlsen-Diskussion.
Frank Oesterhelweg ist noch immer empört über die Bahlsen-Diskussion. Foto: Marc Angerstein Media GmbH.

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Region. Den Landesparteitag des CDU Landesverbandes Braunschweig, nahm Frank Oesterhelweg noch einmal zum Anlass, um seiner Empörung über die - aus seiner Sicht unnötige - Diskussion über die Produktnamen des Keksherstellers Bahlsen Ausdruck zu verleihen.



Schon am Freitag machte der Landtags-Vize seinem Unmut Luft. Und auch am Samstag wollte Oesterhelweg das Thema noch einmal aufgreifen, um auch bei seinen Parteikollegen noch einmal seinen Standpunkt deutlich zu machen. "Man glaubt ja, dass man nach 40 Jahren so ziemlich alles erlebt hat", erklärte Oesterhelweg eingangs. Die Diskriminierungs-Diskussion um Keksnamen wie "Afrika" mache ihn fassungslos. Das, was dort nun angestoßen worden sei, habe nichts mit Diskriminierung zu tun und schon gar nichts mit Demokratie. "Hier geht es nicht um Rassismus. Es geht nicht Demokratie oder Nicht-Demokratie. Hier geht es schlicht einfach um diese dusselige political Correctness und die fürchterliche Links-Grüne-Rechthaberei", erklärte Oesterhelweg vor seinen Parteifreunden und rief dazu auf, solche und ähnliche Diskussionen nicht zuzulassen und sich dem mit aller Macht entgegenzustellen. Man müsse anfangen, sich gegen die "links-grün motivierte Umerziehungskampagne" zur Wehr zu setzen.

Vergessen? Frank Oesterhelweg fühlt sich bei der Farbauswahl der Kekse diskriminiert.
Vergessen? Frank Oesterhelweg fühlt sich bei der Farbauswahl der Kekse diskriminiert. Foto: Marc Angerstein Media GmbH.


"Diese Leute haben einen an der Waffel und mir geht es inzwischen unheimlich auf den Keks. Ich finde, wir dürfen das nicht weiter hinnehmen", so der Vorsitzende des Landesverbandes und führt weitere Beispiele an, bei deren Namensgebungen er weitere Diskussionen befürchtet. Wie etwa bei den Sorten "Black an White" und "Kunterbunt". Ganz davon abgesehen, fühle er sich bei der Farbauswahl selbst ein wenig diskriminiert, sagt Oesterhelweg sarkastisch. "Wenn sie mal auf die Tüte gucken. Da sind Smarties auf so einem Keks - gelb, grün, blau und rot. Ich fühle mich da vergessen und diskriminiert. Ich bin da nicht dabei", setze Frank Oesterhelweg noch einen drauf.


"Und die Frage, die mich auch noch beschäftigt. Da steht kunterbunt drauf. Kunter - alles bunte Buchstaben, aber das Wort bunt ist in Braun geschrieben. Skandal, das geht gar nicht. Auch diese Sorte muss umbenannt werden. Sag mal, geht´s noch? Es geht nicht mehr und wir dürfen uns das nicht mehr gefallen lassen", schließt Oesterhelweg seine Ansprache.

Der Landesparteitag der CDU wurde via Live-Stream übertragen. Die Aufzeichnung ist hier noch einmal abrufbar.


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