Breitungen. Der Peiner Verein Lila Hoffnung – CED und Darmkrebshilfe informierte kürzlich in Thüringen bei einem BVB Fanclub über seine Arbeit und erhielt eine Spende in Höhe von 909,54 Euro. Das teilt der Verein mit.
Es sei nicht nur einfach ein Turnier in den Farben Schwarz und Gelb gewesen, das der Fanclub Werrertaler Gelbfieber ausrichtete. Es war mehr als das. Der "Lila Hoffnung" Gründer Holger Busse und sein Team folgten der Einladung zum Fanclubturnier nach Thüringen und waren schwer beeindruckt. "Ich bekam bereits im September die Anfrage des Fanclubs, ob wir die Möglichkeit haben vor Ort zu informieren. Danny Stein, der Club Vorsitzende berichtete mir, dass ein Mitglied im Alter von 34 Jahren vor wenigen Monaten an Darmkrebs verstorben ist. Da musste ich nicht lange überlegen und sagte zu", erklärt Busse.
Das Turnier begann mit einer Schweigeminute für das ehemalige Mitglied Ronny, weshalb die Mannschaft auch mit Trauerflor agierte. "Ich bekomme jedes Mal eine Gänsehaut, wenn ich von Darmkrebspatienten erfahre, die viel zu früh den Kampf verlieren. Genau auch deshalb, ist es für mich eine absolute Herzensangelegenheit bundesweit unterwegs zu sein, um über Darmerkrankungen aufzuklären und Herzenswünsche für Patienten zu erfüllen. Sie sollen neuen Mut und Kraft daraus schöpfen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie schwer das Leben sein kann wenn man, wie ich an Morbus Crohn leide", berichtet Busse weiter.
Das Risiko steigt auch bei Jüngeren
Busse appelliert weiter, die Symptome ernst zu nehmen. Jahr für Jahr erkrankten über 60.000 Deutsche neu an Darmkrebs - und noch immer sterbe fast die Hälfte. Betroffen seien nicht nur Ältere. Das Risiko steige auch für Menschen zwischen 20 und 34 Jahren stetig an. Bei rund 20 bis 25 Prozent der Darmkrebsfälle beobachte man eine familiäre Häufung von Darmkrebs, also eine Anhäufung von Darmkrebsfällen in einer Familie. Die genetischen Ursachen dafür ließen sich noch nicht eindeutig erschließen. Vielmehrsei es aufgrund der Familiengeschichte offensichtlich, dass hier für alle Familienmitglieder ein erhöhtes Darmkrebsrisiko bestehe.
"Wir konnten hier in Breitungen viele tolle Gespräche führen, mit unserem Präventionsrad Präventionsarbeit leisten und neue Hoffnungträger für unsere Kampagne gewinnen. Ich bin völlig von den Socken, dass wir mit einer tollen Spende in Höhe von 909,54 Euro bedacht werden, die aus dem Erlös einer großartigen Tombola entstand", ergänzt Busses Ehefrau Tanja, die immer an seiner Seit ist.


