Peine. Die vereinigte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di bedauert laut einer Pressemitteilung den Rücktritt von Christine Leckelt als Betriebsratsvorsitzende des Klinikums Peine. Leckelt habe maßgeblich an den Verhandlungen im Zuge der Insolvenz des Klinikums mitgewirkt und nach Angaben der Gewerkschaft dafür Sorge getragen, dass diese ohne finanzielle Einbußen für die Beschäftigten vonstatten gehen könne. Leckelt wolle ihren Posten aus persönlichen Gründen verlassen.
Nanni Rietz-Heering, Vorsitzende des ver.di-Ortsverein Peine erklärt dazu: „Wir bedauern diesen Schritt von Christine Leckelt sehr. Sie hat in den schwierigsten Zeiten des Klinikums Peine Verantwortung übernommen und ihre Kollegen und Kolleginnen in eine sichere Zukunft beim Landkreis Peine getragen. Was sich viele Menschen auch in anderen Kommunen politisch wünschen, hat sie mit in die Umsetzung gebracht: die Rekommunalisierung des Klinikums. Wir sind sehr stolz auf Christine und danken ihr für ihren Einsatz, den sie für ihre Kolleginnen und Kollegen im Haus und für unseren Landkreis geleistet hat – oft auch gegen große Widerstände, manchmal sogar in den eigenen Reihen. Sie ließ nicht locker, verlor das Ziel nie aus den Augen und setzte sich entschlossen für die Interessen der Beschäftigten im Klinikum ein. Mit Erfolg- und sie ging lediglich Kompromisse ein, wenn die diesem Ziel dienten."
"Eine engagierte Gewerkschafterin"
Die ehemalige Betriebsratsvorsitzende habe sich zum Beispiel im Gläubigerausschuss mit großem Erfolg für ihre Kolleginnen und Kollegen stark gemacht. Oft als einzige Frau am Tisch, verhandelte sie mit Geschäftsführung, Insolvenzanwälten und Politikern um die Zukunft der Klinik. Während der Insolvenz arbeitete sich Christine Leckelt in komplexe rechtliche Fragen ein und trotz Insolvenz und Pandemie ist das Klinikum Peine noch immer tarifgebunden. In Tochtergesellschaften ausgegliederte Bereiche wie Küche, Reinigung und Logistik wurden in das Klinikum zurückgeholt. Diese Fakten haben wir nicht zuletzt Christine Leckelt zu verdanken, sind sich Nanni Rietz-Heering und Sebastian Wertmüller einig. Der ver.di-Bezirksgeschäftsführer Süd-Ost-Niedersachsen fügt hinzu: „Es ist auch Christines Verdienst, dass die Pleite des Klinikums ohne finanzielle Einbußen für die Beschäftigten abgewickelt wurde. Ich ziehe meinen Hut vor einer engagierten Betriebsratsvorsitzenden und tollen Gewerkschafterin. Wir wünschen ihr alles Gute für die Zukunft und respektieren ihre persönlichen Rücktrittsgründe“

