Leuchtendes Vorspiel im Gras: Glühwürmchen auf Partnersuche

In lauen Sommernächten zeigt sich ein leuchtendes und eindrucksvolles Naturphänomen, das jedes Jahr nur für kurze Zeit zu sehen ist.

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Symbolfoto | Foto: Pixabay

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Region. In der Region hat der Sommer Einzug gehalten. Die lauen Abende, wie wir sie in den vergangenen Tagen erleben konnten, bringen ein leuchtendes Naturschauspiel hervor: Glühwürmchen, die in der Dämmerung über Wiesen und durch Gärten schweben und auf Partnersuche sind.



Sobald die Sonne untergeht und es dämmert, beginnt ihr Auftritt. Vor allem an warmen, windstillen Abenden zeigen sich die ersten Lichtpunkte kurz nach Sonnenuntergang. Dann ist es dunkel genug, damit ihr Leuchten sichtbar wird, aber noch hell genug, dass die kleinen Blitze zwischen Gras und Sträuchern gut wahrnehmbar sind. Nur für wenige Wochen im Jahr sind die leuchtenden Käfer überhaupt in größerer Zahl zu sehen – und das auch nur bei passenden Bedingungen. Zwischen Ende Juni und Mitte Juli erreichen die Glühwürmchen ihre kurze Hauptsaison.

Leuchtende Partnersuche


Dieser Leuchtkäfer hatte wohl noch kein Glück bei der Partnersuche.
Dieser Leuchtkäfer hatte wohl noch kein Glück bei der Partnersuche. Foto: Matthias Kettling


Glühwürmchen sind genau genommen gar keine Würmer, sondern kleine Käfer, die ihr Licht selbst erzeugen. Das Leuchten entsteht durch eine chemische Reaktion im Hinterleib und dient nicht der Wärme, sondern der Verständigung. Vor allem geht es um Partnersuche. Wie diese Suche genau abläuft, entscheidet die Art. Weiter südlich in Deutschland fliegen die Männchen des Kleinen Glühwürmchens durch die beginnende Nacht und senden ihre typischen Blinksignale aus der Luft, während die Weibchen am Boden antworten. Hier im Norden hingegen ist vor allem das Große Glühwürmchen heimisch. Bei dieser Art leuchten ausschließlich die flugunfähigen Weibchen vom Boden aus mit einem Dauerfeuer, während die Männchen komplett ohne eigenes Licht durch die Dunkelheit fliegen und gezielt nach den leuchtenden Signalen Ausschau halten.


Wer sie beobachten möchte, hat gute Chancen an Waldrändern, in naturnahen Gärten oder auf ungemähten Wiesen – überall dort, wo es noch wirklich dunkel wird. Denn zu viel künstliches Licht kann das Leuchten überstrahlen.