Sie sind hier: Region >

Perspektivwechsel: Braunschweig aus den Augen der Flüchtlinge



Braunschweig

videocamVideo
Perspektivwechsel: Braunschweig aus den Augen der Flüchtlinge

von Sina Rühland


Foto: Sina Rühland

Artikel teilen per:




Braunschweig. Die Schlossarkaden wirken imposant, das Rathaus wie ein Bau in Paris und der Heidbergsee ist Ausflugsziel Nummer eins: sechs afghanische und neun deutsche Jugendliche versuchen die Stadt aus den Augen des anderen zu sehen. Das Resultat soll eine Ausstellung sein, die voraussichtlich ab August im Landesmuseum zu sehen sein wird. Ihr Name: "Gesichter dieser Stadt". 

Mit dem Projekt "Gesichter dieser Stadt" widmet sich das Braunschweigische Landesmuseum  einem aktuellen Thema: der Integration von Flüchtlingen. In Zusammenarbeit mit einem Sozialarbeiter und Historiker, einer Kulturanthropologin und einem Filmemacher entsteht ein Projekt, in dessen Zentrum die Begegnung von Jugendlichen aus verschiedenen Kulturkreisen und mit unterschiedlichen Biografien steht. Braunschweiger Jugendliche und junge Geflohene aus Afghanistan, die im Herbst 2015 unbegleitet nach Braunschweig kamen, blicken mit ihren ganz individuellen Perspektiven auf Braunschweig.


<a href= Stadtrundgang mit der Kamera. ">
Stadtrundgang mit der Kamera. Foto: Sina Rühland



Nach einer ersten Kennenlernphase durchstreifen die jungen Menschen die Stadt, sammeln Eindrücke und entwickeln Ideen für eine gemeinsame Ausstellung. In Interviews, mit Fotografien und im Film zeigen sie ihren Blick auf Braunschweig, die für die einen Heimat und für die anderen Neuanfang bedeutet. Als Abschluss der ersten Projekt-Etappe ist nun ein Kurzfilm entstanden, der am 22. Mai, am Internationalen Museumstag, gezeigt werden soll.

Gemeinschaft fördern


"Das Projekt fördert die Gemeinschaft und den kulturellen Austausch unter Gleichaltrigen, es stärkt das Selbstwertgefühl, schafft gegenseitiges Vetrauen und wirkt identitätsstiftend", sagt die Niedersächsichen Kultusministerin Gabriele Heinen-Kljajić. Sowohl Jugendliche aus Deutschland als auch die jungen Menschen, die flüchten mussten, würden von diesem Projekt profitieren.

Das Landesmuseum möchte mit dem Projekt einen kleinen Schritt in Richtung Integration von jungen Menschen, die vor Krieg und Terror flüchten mussten, unternehmen. Unwissenheit und Unkenntnis – diesen beiden Stolpersteinen will das Museum entgegentreten. Mit der geplanten Ausstellung der "Gesichter dieser Stadt" im Spätsommer möchte das Museum einen intensiven Blick auf junge Menschen in Braunschweig zur Zeit der größten "Flüchtlingswelle" in Deutschland werfen.


zur Startseite