Berlin. Der Verband Deutscher Alten- und Behindertenhilfe (VDAB) hat die Debatte über einen höheren Pflegebeitrag kritisiert. Die Pflegebranche brauche endlich eine klare und langfristige Strategie statt weiterer Stückwerk-Debatten bei der Pflegereform, sagte VDAB-Bundesgeschäftsführer Thomas Knieling den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.
Einzelne Diskussionen über mögliche höhere Beiträge für Kinderlose oder Kürzungen bei den Zuschüssen für die Heimunterbringung könnten keine nachhaltige Reformstrategie ersetzen, so Knieling. Bis heute fehle ein tragfähiges Gesamtkonzept für die Zukunft der Pflegeversicherung und der pflegerischen Versorgung.
Im Zuge der Pflegereform von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) könnte Berichten zufolge der Pflegebeitrag für Menschen ohne Kinder um 0,1 Prozentpunkte auf 0,7 Prozent steigen. "Für viele Einrichtungen wird es immer schwieriger, die Versorgung sowohl personell als auch wirtschaftlich aufrechtzuerhalten. Gleichzeitig steigen die Belastungen für Pflegebedürftige und Sozialhilfeträger kontinuierlich", sagte Knieling.
Es brauche daher entschlossene Reformschritte. Dazu gehöre, starre Versorgungsstrukturen zu modernisieren, bürokratische Hürden abzubauen und Pflegeeinrichtungen mehr Flexibilität sowie unternehmerische Handlungsspielräume zu geben.
Pflegeverband kritisiert Debatte über höhere Beiträge
Der Verband Deutscher Alten- und Behindertenhilfe (VDAB) hat die Debatte über einen höheren Pflegebeitrag kritisiert.
Seniorin mit Helferin (Archiv) | Foto: via dts Nachrichtenagentur

