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Plötzlich ist der Hund weg - Das können Tierhalter tun



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Plötzlich ist der Hund weg - Das können Tierhalter tun

Es ist der Albtraum eines Tierbesitzers: Kurz nicht hingeschaut und der Hund ist weg. Doch wie kann diesem Szenario vorgebeugt werden?

von Julia Fricke


Symbolbild.
Symbolbild. Foto: Pixabay

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Region. Am Donnerstag, 19. November, wurde die Französische Bulldogge "Paul" aus dem Garten seiner Besitzerin gestohlen (regionalHeute.de berichtete). Die Suche nach dem zirka ein Jahr alten Rüden läuft noch immer. Auf Facebook wird der Beitrag in verschiedenen Sprachen und Ländern geteilt. Doch wie oft kommt es vor, dass ein Hund gestohlen wird? Und wie können sich die Tierhalter davor bestmöglich schützen? regionalHeute.de fragte nach.



Manchmal ist es nur ein kurzer Moment und schon ist das Tier weg. "So dumm kann man manchmal gar nicht denken", heißt es im Volksmund in solchen Situationen. Die gute Nachricht vorweg: Der Diebstahl von Hunden ist in unserer Region nicht auffällig, wie eine Anfrage bei der Polizei ergab. Dennoch kommt es immer mal dazu, dass die Haustiere verschwinden. So habe es in den letzten Jahren in Salzgitter sieben Fälle gegeben, bei denen Hunde gestohlen wurden. In einem Fall handelt es sich dabei um eine Familienstreiterei. In den anderen Fällen wurden die Tiere vor Einkaufsläden und aus den Gärten gestohlen.

Auch in Braunschweig ist die Zahl eher gering. So wurde im Jahr 2019 keine Strafanzeige bearbeitet. In den Jahren 2017 und 2018 seien lediglich vier Strafanzeigen erstattet worden - drei Diebstähle und eine Unterschlagung. Dabei wurden die Tiere vom Grundstück oder aus der Wohnung des Eigentümers entwendet. Ein Hund wurde vor einem Supermarkt gestohlen. Und nun also auch Paul in Gifhorn. Auch, wenn die Zahl der gestohlenen Tiere eher niedrig ist, so machen sich einige Tierbesitzer Gedanken, wie sie ihre Lieblinge bestmöglich schützen können.


Diebstahl vorbeugen


Das Haustierregister Tasso rät dazu, die Hunde niemals unbeaufsichtigt irgendwo anzubinden, wie zum Beispiel vor einem Supermarkt. Das Gleiche gelte für den unbeaufsichtigten Aufenthalt im eigenen Garten. Diese Situationen könnten ausgenutzt werden, um das Tier zu entwenden. Die Kennzeichnung des Tieres sei daher wichtig für die Zuordnung. Nur mit einem Transponder und einer Registrierung in einem Haustierregister könne sich der Halter finden lassen.

Keine Tierversuche mehr


Warum die Hunde gestohlen werden sei einzelfallabhängig und reine Spekulation. In einigen Fälle könne es sein, dass die gestohlenen Tiere weiterverkauft oder zur Vermehrung eingesetzt werden, um später die Welpen zu verkaufen, so Tasso weiter. Immerhin: Gegen Ende der 1980er Jahre wurde das Tierschutzgesetzt so verändert, dass in Versuchslaboren nur noch gezüchtete Tiere verwendet werden dürfen. Somit könnten die gestohlenen Hunde und Katzen nicht mehr einfach an die Labore weiterverkauft werden.

In Deutschland wurden bei Tasso rund 39.000 Hunde als vermisst gemeldet. 37.500 Hunde konnten wieder zu ihren Haltern gebracht werden. Davon seien jedoch nicht alle im Jahr 2019 verschwunden. Ob es sich dabei um entlaufende Tiere oder gestohlene handelt ist nicht definiert.


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