Wolfsburg. Bereits zum 22. Mal lud die Wolfsburg AG Schülerinnen und Schüler aus Schulen der Region Braunschweig-Wolfsburg dazu ein, im Rahmen des Bildungsprogramms promotionschool eigene Geschäftsmodelle zu entwickeln. Über 270 Schülerinnen und Schüler beteiligten sich in diesem Jahr, von denen die acht besten Teams heute in der Coding-Schule 42 Wolfsburg ihre Ideen vor einer Fachjury präsentierten.
Das erstplatzierte Team „Future Minds“ der BBS Goslar-Baßgeige/Seesen überzeugte besonders mit seiner Idee, der Herstellung von Designprodukten aus alten Erinnerungsstücken. Dahinter folgten „TeachAssist V+“ aus Peine auf Platz zwei sowie „Re:charge“ aus Goslar auf dem dritten Platz, wie die Wolfsburg AG in einer Pressemitteilung berichtet.
Eigene Geschäftsmodelle mit Prototypen
Innerhalb des Bildungsprogramms promotionschool erfahren die Teilnehmer grundlegendes Wissen über Geschäftsideen, Kundenbeziehungen, Marktanalyse und Ertragsmodelle. Darüber hinaus werden kreative Arbeitsweisen und Managementmethoden sowie der Umgang mit KI-Anwendungen unter Anleitung der Lehrkräfte vermittelt. Coaches der Wolfsburg AG begleiten den Ideenprozess, woraus eigene Geschäftsmodelle resultieren, die schließlich mit Prototypen, Präsentationen und Videos anschaulich dargestellt werden.
Positive Resonanz
„promotionschool zeigt Jahr für Jahr, wie viel unternehmerisches Potenzial in unserer Region steckt. Was diese jungen Menschen heute hier präsentiert haben, geht weit über die schulalltäglichen Herausforderungen hinaus. Durchdacht, mutig und nah an den echten Problemen unserer Zeit. Genau solche Impulse braucht die Wirtschaft in der Region Braunschweig-Wolfsburg", sagte Thomas Krause, Vorstand der Wolfsburg AG, anlässlich der Prämierungsveranstaltung am gestrigen Dienstag.
Baustein für die Zukunft
Auch Wolfsburgs Oberbürgermeister Dennis Weilmann sieht in promotionschool einen wesentlichen Baustein für die Zukunft: „Die Region braucht junge Menschen, die Verantwortung übernehmen wollen, kreativ sind und den Mut haben, Neues auszuprobieren. Genau diesen Unternehmergeist bereits in der Schule zu fördern, ist der Schlüssel, um unseren Wirtschaftsstandort zu stärken." Beate Hofer, Mitglied im Vorstand des Vereins 42 Wolfsburg/Berlin e.V., hob hervor, wie selbstverständlich die Jugendlichen moderne Technologien in ihre Konzepte integrierten: „Besonders beeindruckend finde ich, wie selbstverständlich die Schülerinnen und Schüler Künstliche Intelligenz in ihre Ideen eingebunden haben. Genau diese Verbindung aus Technologie und unternehmerischem Denken ist es, die wir mit der Coding-Schule 42 fördern wollen.“
Brücke zwischen Schule und Wirtschaft
Meike Förster von der IHK Lüneburg-Wolfsburg sieht im Bildungsprogramm promotionschool eine wertvolle Brücke zwischen Schule und Wirtschaft: „Wer einmal erlebt hat, wie aus einer Idee Schritt für Schritt ein Geschäftsmodell wird, denkt anders über die eigene Rolle in der Wirtschaft. promotionschool gibt Schülerinnen und Schülern genau diese Erfahrung. Das ist eine nachhaltige Investition, die sich auszahlt. Für die Jugendlichen selbst und für unsere Region."
Auch die begleitenden Lehrkräfte zogen ein positives Fazit. Steffen Rusteberg von der BBS Goslar-Baßgeige/Seesen ergänzte: „Schülerinnen und Schüler greifen ein aktuelles Problem auf, das jeder kennt: Ein leerer Handyakku unterwegs – und entwickeln daraus ein tragfähiges Geschäftsmodell. Das zeigt nicht nur Kreativität, sondern auch echten Unternehmergeist. Ich freue mich, dass es mit promotionschool ein Programm gibt, das jungen Menschen den Raum bietet, ihre Ideen konsequent weiterzuentwickeln und zu Ende zu denken."

