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Prozessbeginn im Fall der getöteten Krötensammlerin



Wolfenbüttel

Prozessbeginn im Fall der getöteten Krötensammlerin

von Jan Borner


Das Braunschweiger Landgericht. Hier beginnt heute der Prozess im Fall der tödlich verletzten Naturschützerin. Foto: Anke Donner
Das Braunschweiger Landgericht. Hier beginnt heute der Prozess im Fall der tödlich verletzten Naturschützerin. Foto: Anke Donner Foto: Anke Donner

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Cremlingen/Braunschweig. Im Fall der tödlich verletzten 46-jährigen Krötensammlerin auf der Landesstraße 635 zwischen Cremlingen und Hordorf, im März dieses Jahres (RegionalWolfenbüttel.de berichtete), beginnt heute der Prozess vor dem Braunschweiger Landgericht. Gegen den Autofahrer hatte die Staatsanwaltschaft Braunschweig Anklage wegen Mordes erhoben. Das Urteil soll voraussichtlich am Freitag, 4. September fallen.

Dem Angeschuldigten wird vorgeworfen, am 14. März 2015 gegen 22 Uhr nach dem Genuss von erheblichen Mengen alkoholischer Getränke die 46-Jährige im fahruntüchtigen Zustand aus Unachtsamkeit mit seinem Auto erfasst und dabei tödlich verletzt zu haben. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Frau den Unfall überlebt hätte, wenn der Angeschuldigte einen Rettungswagen gerufen und nicht aus Angst vor dem Verlust seiner Fahrerlaubnis vom Tatort geflüchtet wäre. Da der Unfallfahrer mit seinem Entfernen vom Tatort in den Augen der Staatsanwaltschaft also eine andere Straftat – die Trunkenheit am Steuer – vertuschen wollte, sei eine Anklage wegen Mordes in Betracht gekommen. Am heutigen Dienstag hat nun der Prozess begonnen. Insgesamt sind fünf Verhandlungstage angesetzt. Wie die Wachtmeisterei des Braunschweiger Landgerichtes auf Anfrage von RegionalWolfenbüttel.de mitteilte, soll das Urteil dann voraussichtlich am 4. September fallen. Im Falle einer Verurteilung wegen Mordes drohe dem Angeschuldigten eine lebenslange Freiheitsstrafe.


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