Braunschweig

Reimann besucht Dankeskirche Braunschweig


 Carola Reimann im Gespräch mit den ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen der Frauenhilfe Karin Schote, Marlies Dehn, Charlotte Gneveckow und Waltraud Liekefett (links im Bild) sowie Katharina Stupper, „OASE“-Projektleiterin, Hanna Stöckmann-Wrede, Gemeindepfarrerin sowie Norbert Velten, Geschäftsführer Diakonie Braunschweiger Land (Rechts im Bild)
Carola Reimann im Gespräch mit den ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen der Frauenhilfe Karin Schote, Marlies Dehn, Charlotte Gneveckow und Waltraud Liekefett (links im Bild) sowie Katharina Stupper, „OASE“-Projektleiterin, Hanna Stöckmann-Wrede, Gemeindepfarrerin sowie Norbert Velten, Geschäftsführer Diakonie Braunschweiger Land (Rechts im Bild) Foto: SPD BS

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19.05.2016


Braunschweig. Die Bundestagsabgeordnete und stellvertretende SPD- Fraktionsvorsitzende Dr. Carola Reimann war diese Woche zu Besuch in der Dankeskirche Braunschweig, um sich das Begegnungszentrum „OASE“, einen Tagestreff für geflüchtete Frauen und Kinder, anzuschauen.

Die „OASE“ ist ein im Frühjahr 2016 von der Diakonie im Braunschweiger Land in Kooperation mit der Gemeinde DIE BRÜCKE und mit Unterstützung der Propstei Braunschweig gegründetes Projekt. Die Wurzeln dieses einzigartigen Projekts liegen in dem außergewöhnlichen Engagement einiger Frauen der Frauenhilfe der Dankeskirche, die nicht untätig sein wollten als immer mehr Flüchtlinge nach Braunschweig kamen. Inspiriert durch das Motto des Weltkirchentages 2013 „Ich war fremd – und ihr habt mich aufgenommen“ organisierten sie zunächst gezielt Hilfsangebote für die Landesaufnahmebehörde Niedersachsen (LAB) und kümmerten sich um geflüchtete Frauen und Mütter mit ihren Kindern. Socken stricken, selbstgenähte Beutel mit Überraschungen bestücken und Ausflüge organisieren, dies alles war für sie eine Selbstverständlichkeit. Betroffen über die belastende Unterbringungssituation der LAB infolge des wachsenden Zufluchtsstroms, holte sich Gemeindepfarrerin Hanna Stöckmann-Wrede - selbst auch Mitglied der Frauenhilfe - im letzten Jahr Hilfe bei der Diakonie im Braunschweiger Land. Der Grundgedanke war, einen Raum zum Aufatmen in den meist leerstehenden Räumen der Dankeskirche zu schaffen. Seit Frühjahr dieses Jahres haben Frauen und Mütter fünf Tage die Woche in den Räumen der Dankeskirche die Möglichkeit, sich zu treffen, auszutauschen, gemeinsam zu kochen und auch die deutsche Sprache zu lernen.

„Es sind nicht nur Frauen aus der LAB, die zu uns kommen. Auch Frauen mit Flucht- und Migrationshintergrund, die schon länger in Braunschweig leben, kommen regelmäßig zu uns, weil sie einfach einsam sind“, so Katharina Stapper, „OASE“- Projektleiterin. Durch die mittlerweile stabilisierte Situation in der LAB habe sich die Zielgruppe verändert, an die sich dieses Angebot richtet, erklärt Norbert Velten, Geschäftsführer der Diakonie im Braunschweiger Land. Carola Reimann hebt hervor: „Ich finde es wichtig, dass es ein spezielles Angebot für Frauen und Mütter mit ihren Kindern gibt. Die Frauen müssen bei uns Fuß fassen. Sie brauchen einen geschützten Raum, in welchem sie sich trauen, Ängste und Probleme anzusprechen. Sie brauchen eine unkomplizierte Möglichkeit, die deutsche Sprache zu erlernen und auch praktische Hilfen im Alltag.“ All dies bietet die „OASE“. Ob Begleitung zum Arzt, Spielangebote für Kinder während des Deutschunterrichts, Ausflüge in den Zoo oder einfach nur zusammen frühstücken und sich austauschen. „Fast alle Frauen haben den Wunsch Fahrradfahren zu lernen, wenn sie zu uns kommen“, erzählt Waltraud Liekefett, eine der ehrenamtlichen Helferinnen der Frauenhilfe, die sich täglich um die Frauen kümmern, von ihrer täglichen Arbeit. Auch hier unterstütze man diese, indem Verkehrsunterricht organisiert wird und Fahrräder durch Spenden beschafft werden. „Die Frauen nehmen das dankbar an“, so Liekefett. Carola Reimann zeigt sich begeistert über dieses große Engagement einer kleinen Gemeinde im Norden Braunschweigs. „So etwas wie die „OASE“ ist ein echter Schritt nach vorne.“


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