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Revolution für Bus und Tram: Abfahrtszeiten bald überall in Echtzeit



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Revolution für Bus und Tram: Abfahrtszeiten bald überall in Echtzeit

Die neuen Anzeigen zeigen minutengenaue Ankunfts- und Abfahrtzeiten für Busse und Straßenbahnen an und soll bis zum Jahr 2022 überall in der Region verbaut werden.

Oberbürgermeister Ulrich Markurth (von links), Verbandsdirektor Ralf Sygusch und BSVG-Geschäftsführer Jörg Reincke präsentieren den ersten neuen Echtzeit-DFI-Anzeiger.
Oberbürgermeister Ulrich Markurth (von links), Verbandsdirektor Ralf Sygusch und BSVG-Geschäftsführer Jörg Reincke präsentieren den ersten neuen Echtzeit-DFI-Anzeiger. Foto: BSVG

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Braunschweig. Es ist ein wichtiger Meilenstein in einem großen Projekt: Im Jahr 2022 sollen den Fahrgästen im Großraum Braunschweig an 457 Haltestellen die ankommenden und abfahrenden Busse und Straßenbahnen in Echtzeit angezeigt werden – davon 242 in Braunschweig. Dafür müssen all diese Haltestellen mit neuen Anzeigern zur sogenannten dynamischen Fahrgastinformation (DFI) ausgestattet werden. Der erste dieser Anzeiger wurde heute, am 27. Oktober, in Braunschweig präsentiert und in Betrieb genommen. Dies gibt die BSVG in einer Pressemitteilung bekannt. Das System soll irgendwann einmal einheitlich in der gesamten Region Verwendung finden.



„Dass unsere Fahrgäste bald nicht nur in der App und in der Fahrplanauskunft, sondern auch direkt vor Ort an vielen Haltestellen angezeigt bekommen, wann unsere Fahrzeuge minutengenau ankommen, ist eine deutliche Verbesserung des Kundenservices, über die wir uns sehr freuen“, sagte BSVG-Geschäftsführer Jörg Reincke bei der offiziellen Präsentation. „Dass wir heute hier stehen und uns gemeinsam über den neuen Anzeiger freuen können, ist das Ergebnis umfangreicher Zusammenarbeit“, sagte er weiter.

Einheitlich für die ganze Region


An der Aufstellung der neuen DFI-Anzeiger sind zahlreiche kommunale Akteure beteiligt: neben Braunschweig, Wolfsburg und Salzgitter auch Kommunen aus den Landkreisen Wolfenbüttel, Peine, Helmstedt, Gifhorn und Goslar. „Dem Regionalverband Großraum Braunschweig ist es wichtig, dass wir ein regionsweit einheitliches Informationssystem der Echtzeitanzeiger umsetzen können. Als Koordinator für das Gesamtprojekt freuen wir uns, dass dieser Impuls überall aufgenommen wurde und in den nächsten zwei Jahren 457 Echtzeitanzeiger in 20 Kommunen der Region in Betrieb genommen werden“, erläutert Verbandsdirektor Ralf Sygusch. „Das entspricht einem finanziellen Volumen von 10,4 Mio. Euro. Zu 75 Prozent fördert das Land Niedersachsen dieses Projekt, der Regionalverband übernimmt weitere 12,5% und damit rund 1,9 Mio. Euro. Verlässliche Fahrgastinformationen tragen in hohem Maße zum Vertrauen in den ÖPNV bei und machen ihn attraktiver. Das ist für unsere heterogene Region mit städtisch und ländlich geprägten Räumen sehr wichtig.“


Oberbürgermeister Ulrich Markurth lobt diesen technischen Sprung in die Echtzeit: „Fahrgäste wollen an der Haltestelle wissen, ob die Stadtbahn oder der Bus pünktlich kommt. Diesen Service bieten wir zukünftig nicht nur online, sondern sofort sichtbar bei Ankunft an der Haltestelle. Braunschweig erneuert die alten DFI-Anzeiger und stellt zusätzliche Anlagen auf. Zugleich bieten die neuen Anlagen ein weiteres Stück Barrierefreiheit, was mich ganz besonders freut.“

Modul für Sprachausgabe integriert


Um die neuen Anzeiger für weite Teile der Bevölkerung nutzbar zu machen, war auch der Braunschweiger Behindertenbeirat in die Entwicklung einbezogen. Alle neuen DFI-Anzeiger verfügen über ein Modul zur Sprachausgabe. Sehbehinderte Fahrgäste können sich die angezeigten Abfahrzeiten über einen Taster am Mast vorlesen lassen.


„Die neuen Anzeiger sind nicht nur eine Verbesserung der Fahrgastinformation, hinter ihnen steht auch eine faszinierende Technik“, so BSVG-Geschäftsführer Jörg Reincke. Tatsächlich legen die Daten in Sekundenschnelle einen weiten Weg zurück, bevor sie auf dem Anzeiger für alle sichtbar erscheinen. Auf den Bordrechnern aller Fahrzeuge der BSVG sind die Fahrpläne und damit die Soll-Zeiten jeder Fahrt hinterlegt. Startet das Fahrzeug seine Tour, meldet der Rechner die aktuelle Position beziehungsweise die Abweichung vom Fahrplan an die Leitstelle. Über eine entsprechende Schnittstelle überträgt diese dann die Daten an die sogenannte Datendrehscheibe des Verkehrsverbunds Bremen/Niedersachsen (VBN) in Bremen. Von dort laufen sie an den DFI-Server des VBN und anschließend weiter an die 242 DFI-Anzeiger in Braunschweig.


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