Region. Die staatlich geförderte private Altersvorsorge wird neu aufgestellt. Viele fragen sich nun, was das für bestehende Riester-Verträge bedeutet und welche Chancen ein gefördertes Altersvorsorgedepot bietet. Ab dem 22. Juli informieren die Verbraucherzentralen jeden Mittwoch in einem kostenfreien Online-Vortrag zu den wichtigsten Fragen rund um die Riester-Nachfolge. Darauf weist die Verbraucherzentrale Niedersachsen in einer Pressemeldung hin.
Geld in den Aktienmarkt zu investieren, um Rendite für die Altersvorsorge zu erzielen, war bislang reine Privatsache. Ab 2027 gibt es staatliche Unterstützung für bestimmte Wertpapierdepots: „Zu erwarten ist unter anderem ein staatlich organisiertes Standardprodukt in Form eines Altersvorsorgedepots“, sagt Philipp Rehberg, Finanzexperte der Verbraucherzentrale Niedersachsen.
Höhere Grundförderung möglich
Auch die Förderung wird teilweise neu gestaltet: Sie erfolgt nun proportional zu den tatsächlichen Einzahlungen. Dafür ist eine staatliche Grundförderung bis zu 540 Euro im Jahr möglich – statt bislang 175 Euro, während die Höhe der Kinderzulage unverändert bleibt.
Und Riester-Sparerinnen und -Sparer? Die werden nicht vergessen: Sie können den Vertrag mit der bisherigen Förderung weiterführen oder später in das neue System wechseln. „Das sind nur einige der Veränderungen, die auf Verbraucherinnen und Verbraucher zukommen“, betont Rehberg.
"Meine Altersvorsorge und die Reform"
Angesichts der Neuerungen wünschen sich viele Sparerinnen und Sparer Orientierung. Die Verbraucherzentralen bieten daher eine neue, kostenfreie Online-Vortragsreihe „Lunch and Learn: Meine Altersvorsorge und die Reform“ an. Diese findet ab dem 22. Juli 2026 jeden Mittwoch von 12:30 bis 13:15 Uhr statt. Die Vorträge richten sich sowohl an Verbraucherinnen und Verbraucher, die noch keinen geförderten Altersvorsorgevertrag haben als auch an solche, die bereits mit einem Riester-Vertrag vorsorgen.
Die ersten Termine sind bereits freigeschaltet, weitere Termine werden laufend ergänzt. Auf der Website der Verbraucherzentrale können sich Interessierte kostenfrei anmelden.

