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Säugling in Wolfenbüttel ausgesetzt - Polizei will Kameravideo veröffentlichen

Das Kind befindet sich aktuell bei der familiären Bereitschaftsbetreuungsstelle in Braunschweig. Alle bisher untersuchten Spuren konnten nicht zur Identifizierung der Mutter beitragen.

von Marvin König


In dieser Gartenlaube wurde das Baby gefunden. Foto: aktuell24/BM

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09.07.2020

Braunschweig / Wolfenbüttel. Am 11. Mai um 6:45 Uhr wurde in einer Gartenlaube in Wolfenbüttel ein Säugling aufgefunden. Leicht unterkühlt, aber wohlbehalten lebt er inzwischen in einer familiären Bereitschaftsbetreuungsstelle in Braunschweig. Von der Mutter fehle laut Staatsanwaltschaft nach wie vor jede Spur. Zeitnah sei eine Veröffentlichung des Videos geplant, welches die Überwachungskamera eines Nachbarn in der Tatnacht aufgenommen hatte.


Zunächst schien man gut aufgestellt zu sein. Neben der braunen Decke, die bei dem Säugling gefunden wurde, lieferte auch das Video einer Überwachungskamera Anhaltspunkte auf die Mutter, die ihr Kind im Mai in der Gartenlaube ausgesetzt hatte. Bei der Polizei waren Hinweise im "mittleren einstelligen Bereich" eingegangen, wie es hieß. Dennoch könne man aktuell nicht viel Neues vermelden, wie Julia Meyer, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Braunschweig auf Anfrage unserer Online-Zeitung feststellt. Es sei zeitnah die Veröffentlichung des Videos geplant, welche die mutmaßliche Mutter bei ihrem Weg über ein Nachbargrundstück gefilmt hatte. "Der entsprechende Beschluss des Amtsgerichtes liegt uns bereits vor", so Meyer. Das Video war bislang zur Verbesserung der Bildqualität beim Landeskriminalamt bearbeitet worden.


Wer kennt diese Decke? Foto: Polizei


Der Zustand des Kindes sei gut, weiß Lisa Bertram von der Stadt Braunschweig. In der familiären Bereitschaftsbetreuungsstelle soll es jedoch nicht bleiben. Stattdessen soll eine Adoptionsfamilie gefunden werden.

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